HeizölNews – Futures-Services

  • Spannungen im Nahen Osten unaufhörlich – weitere gegenseitige Drohungen lassen die Preise allerdings kalt

    Neue Spannungen im Nahen Osten: der iranische Präsident Rouhani drohte damit, dass die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben werden, sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren. Verschärft wurde diese Aussage durch den Außenminister des Iran, der verlauten ließ, dass der Iran auf die US-Politik „unvorhersehbar“ agieren könnte.

     

    Weitere US-Soldaten in der Golfregion

    Die Anspannungen wollen nicht abreißen. Die USA wollen weitere 500 Soldaten nach Saudi-Arabien schicken und dort zur Abschreckung stationieren. Saudi-Arabien stimmte dem Vorhaben bereits zu. Auch die tagesschau.de meldet, dass die Situation im Persischen Golf immer unübersichtlicher wird. In der Vergangenheit hatten iranische Revolutionsgarden zwei Öltanker festgesetzt – einer ist mittlerweile wieder frei.

     

    Im Verlauf der Ereignisse kam es schon zu etlichen Auseinandersetzungen im besagten Gebiet. Tanker wurden beschlagnahmt, Drohnen wurden abgeschossen. Man verliert langsam den Überblick, ob denn nun mittlerweile alle Tanker wieder frei sind. Großbritannien tritt im Konflikt als Verbündeter der USA auf, sind sie doch auch eng im Konflikt verwickelt.

     

    Unübersichtliche Situation hält an

    US-Präsident Trump lässt sowohl drohend verlauten, dass die USA hoffe, der Iran mache nichts „Dummes“, ansonsten werde er seinen Preis zahlen, gleichzeitig möchte er den Dialog und eine gute Lösung für den Konflikt. Die Situation bleibt unübersichtlich und unberechenbar. Was auch der Einfluss auf die Preise wiederspiegelt. Mittlerweile reagieren die Ölpreise nur noch leicht, es scheint als rechnet man nicht mit einem militärischen Schlag.

     

    Eins ist jedenfalls klar: die USA ist mit ihren Truppen im Nahen Osten nicht alleine, auch britische und nun auch australische Truppen haben sich mittlerweile angeschlossen und die Militärpräsenz weiter erhöht. Im Vordergrund steht hier allerdings der Schutz, der im Persischen Golf verkehrenden Schiffe. So unberechenbar die Situation für die Börsen ist, genauso unberechenbar ist sie auch für die Akteure vor Ort. Man geht auf Nummer sicher, was zu einem Art Wettaufgebot der Militärpräsenz führen kann.

     

    Ausblick

    Derzeit sind die Preise recht gleichbleibend, geht man aktuell von einer Preissenkung von -0,15 Euro pro 100 Liter Heizöl bis hin zu einer recht gleichbleibenden Preisentwicklung im Vergleich zu gestern aus.

  • Diesel teurer, Benzin erneut billiger – Abwärtstrend der Spritpreise währt nur kurz

    München (ots)

    Nach einem deutlichen Rückgang der Kraftstoffpreise in der Vorwoche gab der Benzinpreis an den Tankstellen zuletzt nur noch leicht nach. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,405 Euro, das sind 0,4 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel hingegen verteuerte sich im Mittel auf 1,239 Euro je Liter, ein Anstieg von 0,5 Cent. Damit verringerte sich die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten auf 16,6 Cent.

    Hauptgrund für die geringeren Veränderungen der Durchschnittspreise ist die Entwicklung am Rohölmarkt. Nach dem Einbruch der Notierungen am Monatsanfang haben sich die Preise für ein Barrel der Sorte Brent mittlerweile bei knapp 60 Dollar stabilisiert.

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Newsroom
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle:
    presseportal.de

  • Jahresvergleich: Heizölpreise sind weiterhin unter Vorjahresniveau

    Die Heizölpreise sind nun wieder auf Niveau von Anfang Juni, nachdem der rasante Preissturz des laufenden Jahres vorüber war. Im Grunde sind die Preise derzeit also recht niedrig – egal welchen Vergleich man zieht: Im Jahresverlauf sind die Preise in etwa auf Niveau von Mitte/Ende Januar, was bedeutet, dass sie sowohl niedriger als vor eine Woche, vor einem Monat, vor drei Monaten als auch vor einem Jahr sind.

    Woran das liegt hat sich wohl in den letzten Wochen und Monaten deutlich herauskristallisiert. Das Weltwirtschaftswachstum hat durch den Handelsstreit zwischen China und den USA deutlich eingebüßt, die Ölnachfrage dadurch deutlich gelitten. Wo weniger nachgefragt wird, sinken die Preise – das ist klar. Maßnahmen dagegen wäre weniger Rohöl auf den Markt einzuspeisen. Doch wer möchte hier verzichten? Mit der OPEC gibt es eine Lösung, die die Mitglieder jeweils schützt. So wird gemeinsam entschieden, in wie weit die Ölförderungen gekürzt werden, um den Marktpreis zu erhöhen. Würde es eine solche Organisation nicht geben, wäre sich wahrscheinlich jeder selbst der Nächste und würde ohne Zusicherung der anderen Marktteilnehmer nicht einfach seine Produktion herunterfahren. Denn auch günstig verkauftes Öl ist natürlich in der Summe mehr Umsatz als gar keines zu verkaufen.

     

    Der Haken daran? Einer der weltweit größten Ölförderer die USA ist kein Mitglied der OPEC-Gruppe. Dadurch werden die Kürzungen regelmäßig wirkungsloser als gewünscht. Ein anderer großer Ölförderer ist Russland. Das Land gehört zur erweiterten OPEC+-Gruppe und schließt sich somit meist den Kürzungen an, was ein Vorteil für die OPEC darstellt.

     

    Für die Endverbraucher kann der „Haken“ natürlich auch als „Chance“ gesehen werden. So hat das Kartell nicht die komplette Preispolitik in der Hand und man kann sich im Endeffekt über niedrigere Preise freuen. So bekommt man Heizöl derzeit im Durchschnitt recht günstig. Vergleicht man die Linien der letzten drei Jahre sieht man deutlich, dass der Abstand zum Vorjahr aktuell ca 5 Euro beträgt, was wohl beachtlich ist. An das Niveau von vor 2 Jahren wird es wohl schwierig ran zu kommen.

    Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 6,31 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 21.08.2019

  • Gesunkene Ölbestände in den USA stützen die Preise

    Zum Wochenbeginn hatten positive Kommentare im Handelsstreit zwischen den USA und China für leichten Aufwind an den Ölbörsen gesorgt. Gestern Nachmittag wirkten dann auch die neu gemeldeten Bestandsdaten aus Amerika preissteigernd und die börsengehandelten Rohölpreise kletterten nach oben.

     

    Annäherungen zwischen China und USA

    Der Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsriesen hält seit Monaten schon die Weltwirtschaft im Knebelgriff. Die Konjunktur leidet unter den Strafzöllen in Milliardenhöhe, mit denen man sich gegenseitig überzieht und das Ölnachfragewachstum sinkt in der Folge ständig.

     

    Am Wochenende gab es nun neue Hoffnung für die Marktteilnehmer, denn Donald Trump hat neue Strafzölle gegen China auf Dezember verschoben und auch die Sanktionen gegen den chinesischen Konzern Huawei gelockert. Die Marktteilnehmer werten dies als positives Zeichen für die Verhandlungen, die im September weitergeführt werden. Echte Preisstabilität kann aber nur ein funktionierender Deal erzeugen. Ob es in absehbarer Zeit zu diesem kommt, bleibt abzuwarten.

     

    US Bestände gesunken

    Jeden Dienstag veröffentlicht das American Petroleum Institute API aktuelle Daten zu den Ölbeständen in den USA. Für die Marktteilnehmer sind diese Zahlen oft wichtige Indikatoren für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen. Steigen die Bestände geht man von einer komfortablen Versorgungslage aus und die Preise sinken. Gestern nun meldete das API jedoch deutliche Abbauten bei Rohöl und die Ölpreise reagierten sofort mit einer Aufwärtsbewegung.

     

    Ob sich diese Preissteigerung jedoch durchsetzen kann wird sich erst heute nachmittag zeigen, denn dann veröffentlicht auch das US Energieministerium DOE seine Zahlen. Diese sind oft detaillierter und genauer als die des API, da sie mehr Faktoren berücksichtigen. In den vergangenen Wochen war es deshalb immer wieder zu deutlichen Unterschieden zwischen den API-Zahlen und denen des DOE gekommen. Wenn das DOE jedoch die Abbauten bestätigt, dürfte das die Ölpreise weiter stützen.

     

    Ausblick

    Mit den Preissteigerungen an den internationalen Börsen gehen auch die Inlandspreise etwas nach oben. Verbraucher müssen heute für 100 Liter Heizöl etwa +0,20 bis +0,30 Euro mehr bezahlen als gestern.

     

  • Bremen hat beim Tanken die Nase vorn – Benzin und Diesel im Norden günstiger als im Süden

    München (ots)

    Wie bereits im Juli tanken Autofahrer deutschlandweit im Stadtstaat Bremen am günstigsten: Ein Liter Super E10 kostet hier durchschnittlich 1,385 Euro und damit 5,7 Cent weniger als im teuersten Bundesland Sachsen-Anhalt (1,442 Euro). Für einen Liter Diesel müssen Autofahrer in Bremen im Mittel 1,221 Euro und damit 5,3 Cent weniger als in Hessen bezahlen, wo diese Kraftstoffart mit 1,274 Euro je Liter derzeit am teuersten ist.

    Günstigstes Flächenland ist bei beiden Sorten Mecklenburg-Vorpommern. Generell fällt auf, dass man im Norden Deutschlands meist günstiger tankt als im Süden. Das preiswerteste Bundesland aus der Südhälfte, Rheinland-Pfalz, liegt sowohl bei Benzin, als auch bei Diesel erst auf Platz 5.

    In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Dienstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Newsroom
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle:
    presseportal.de

  • USA und China nähern sich wieder an – Ölpreise bekommen leichten Aufwind

    Die Ölpreise zeigten sich in den letzten Tagen recht volatil. Nach viel Auf und Ab an den internationalen Ölbörsen bekommen die Preise nun offenbar ein wenig Rückenwind. Grund sind mögliche Annäherungen im Handelsstreit zwischen USA und China, der die Weltwirtschaft schon seit Monaten in die Knie zwingt.

     

    Entspanntere Töne zwischen Peking und Washington

    Vor noch gar nicht allzu langer Zeit hatte Donald Trump neue Strafzölle gegen China angekündigt, die ab dem 1. September in Kraft treten sollten. Diese hat er nun auf Dezember verschoben und teilweise sogar ganz gestrichen. Und auch die Sanktionen gegen das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei hat der US-Präsident für weitere 90 Tage ausgesetzt. Für die Marktteilnehmer ist dies ein eindeutiges Zeichen, dass es nun doch wieder zu einer Annäherung kommen könnte und die Verhandlungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten wieder aufgenommen werden.

     

    Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt belastet die globale Konjunktur massiv und hat die Weltwirtschaft schon jetzt an den Rand einer Rezession gebracht. Es ist also durchaus im Interesse beider Parteien, eine schnelle Lösung zu finden. Allerdings verfolgt vor allem Donald Trump, der inzwischen schon wieder in vollem Wahlkampfmodus ist, seine ganz eigene Agenda. Um wiedergewählt zu werden, profitiert auch er von einer florierenden Wirtschaft. Gleichzeitig will er sich als knallharter Verhandler präsentieren, der seine Positionen verteidigt.

     

    Die Vereinigten Staaten und China liefern sich schon seit Monaten einen erbitterten Handelsstreit und überziehen sich seitdem mit Strafzöllen. Die Weltwirtschaft ächzt darunter und die globale Ölnachfrage ist seit Jahresbeginn stetig gesunken. Somit wittern die Marktteilnehmer nun Morgenluft und hoffen auf einen baldigen Deal, der die Konjunktur wieder ankurbeln würde.  Die Ölpreise reagieren dank der optimistischen Haltung der Anleger und gehen heute wieder leicht nach oben.

     

    Ausblick

    Die hohe Volatilität an den Ölbörsen sorgt auch im Inland für ein gehöriges Auf und Ab bei den Heizölpreisen. Vor Allem der schwache Euro macht Heizöl heute erst einmal etwas teurer im Vergleich zu gestern. Verbraucher müssen für 100 Liter etwa +0,05 bis +0,15 Euro mehr bezahlen als am Montag.

  • OPEC sieht langfristige Preisrisiken – Ölpreise ziehen nach Angriff in Saudi-Arabien an

    Am Freitag Nachmittag sackten die Preise nach der Veröffentlichung des OPEC Monatsberichtes erst einmal in den Keller. Das Kartell befürchtet ein weiteres Sinken der Ölnachfrage und sieht mit Brexit und Handelskonflikten deutliche Abwärtsrisiken für die Ölpreise. Zum Wochenauftakt kommen die Ölpreise heute aber von ihren Freitagstiefs zurück.

     

    OPEC Monatsbericht sieht Preise unter Druck

    Im seinem aktuellen Monatsreport hat das Ölkartell nur wenig Neues mitgeteilt. Nach wie vor sieht die OPEC im zurückgehenden Ölnachfragewachstum ein Hauptproblem für die Preise. Bei steigenden OECD Beständen wird immer weniger Öl verbraucht, so dass mit der aktuellen Produktionsrate der OPEC im kommenden Jahr eine Überproduktion von durchschnittlich 0,2 Millionen Barrel (à 159 Liter) zustande käme.

     

    Diese Nachrichten sind für die Marktteilnehmer freilich nicht neu. Allerdings sieht die OPEC inzwischen durch den nahenden Brexit und die vielen Handelskonflikte in der Welt ganz konkrete Risiken für die Ölpreisentwicklung. Ohne weitere Produktionskürzungen des Kartells ließe sich dieses Risiko kaum auffangen. Wie lange sich vor Allem Saudi-Arabien, das den Löwenanteil der Kürzungen stemmt, noch auf diese Maßnahmen einlassen will, ist jedoch fraglich. Mit diesen unsicheren Prognosen rutschten die Ölpreise am Freitag erst einmal in den Keller.

     

    Anschlag auf saudisches Ölfeld

    Preissteigernd wirkt sich heute vor Allem ein Anschlag in Saudi-Arabien aus. Dort haben Houthi-Rebellen eines der größten Ölfelder des Landes angegriffen. Es sei zu einem Feuer gekommen, doch die Ölproduktion sei nicht beeinträchtigt, heißt es von offizieller Stelle. Dennoch sorgen Meldungen wie diese am Ölmarkt immer erst einmal für Unruhe und treiben die Preise in die Höhe.

     

    Neue Gespräche zwischen China und USA angekündigt

    Ein wenig Aufwind bekommen die Preise auch aus Washington, denn am Wochenende hat der wirtschaftliche Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, neue Gespräche zwischen den USA und China angekündigt. Diese könnten schon in den nächsten zehn Tagen stattfinden und sollen die „positiven Unterredungen“ der letzten Tage fortsetzen.

     

    Die Marktteilnehmer sind allerdings inzwischen Vorsichtig, wenn es um den Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsriesen geht. Das Hin und Her der letzten Monate, bei dem es immer wieder nach Annäherung aussah und dann doch wieder kein Deal geschlossen wurde, hat seine Narben hinterlassen. Dennoch wirken sich die Kommentare aus Washington leicht stützend auf die Preise aus.

     

     

    Ausblick

    Zum Wochenbeginn kommen die Ölpreise zunächst von den Freitagstiefs zurück. Mit einem starken Euro, der in Dollar gehandeltes Öl für Investoren aus dem Euroraum günstiger macht, halten sich die Preissteigerungen im Inland jedoch in Grenzen. Der Preis für 100 Liter Heizöl liegt heute zwischen -0,10 und +0,10 Euro im Vergleich zu letzer Woche.

     

  • Iranischer Öltanker freigelassen – Preise sinken leicht

    Die Spannungen im Nahen Osten bleiben weiter bestehen. Die Freilassung des iranischen Öltankers hat noch kein Aufatmen zur Folge. Unterdessen sind die Konjunkturdaten der USA weniger negativ ausgefallen als vermutet.

     

    Iranischer Öltanker freigelassen – Spannungen noch nicht aufgelöst

    Der iranische Öltanker „Grace I“ wurde vor Gibraltar wieder freigelassen. Die iranische Regierung hatte die Freilassung des Tankers als Voraussetzung für die Freilassung des britischen Schiffes „Stena Impero“ festgelegt. Dieser wird immer noch von iranischen Truppen im Persischen Golf festgehalten. Die iranische Navy fordert unterdessen, dass amerikanische und britische Streitkräfte aus der Region abgezogen werden. Ansonsten stehe ihnen ein „demütigender Abgang“ bevor, so der Kommandeur der iranischen Navy.

     

    Zuvor hatten die USA einen Antrag auf die Beschlagnahmung des Tankers gestellt, welcher allerdings vom Obersten Gerichtshof abgelehnt wurde. Die Lage im Nahen Osten ist also weiterhin alles andere als entspannt. Die Drohung des Iran, bei Nicht-Abrücken der Streitkräfte Maßnahmen zu ergreifen, lässt nur vermuten, was bei einem solchen Fall passieren könnte. Natürlich ist diese Drohung inhaltlich recht offen gehalten und kann im Grunde alles oder nichts heißen. Gleichzeitig könnte die Freilassung des iranischen Öltankers die aufgeheizte Lage zwischen den Kontrahenten ein wenig besänftigen.

     

    Bedenken in Sachen Weltwirtschaft bleiben bestehen

    Gestern wurden die US-Konjunkturdaten veröffentlicht, welche nicht so negativ wie erwartet ausfielen. Derzeit ist die Sorge am Markt groß – das Weltwirtschaftswachstum ist derzeit vor allem auch durch den Handelsstreit zwischen den USA und China sehr geschwächt. Dadurch sinkt auch die Ölnachfrage erheblich, was die Preise wiederum drückt, da auch die Bestände weiter kontinuierlich wachsen.

     

    Dem will Saudi-Arabien mit neuen Kürzungen entgegen wirken und den Markt ausbalancieren. Alleine – ohne weitere OPEC-Partner – wird das wohl aber nur wenig bewirken. Ohne einen Handelsdeal zwischen den USA und China wird das Wirtschaftswachstum auch weiterhin gering bleiben. China könnte womöglich Rohöl aus dem Iran beziehen, anstelle von US-Rohöl. Damit wären die Sanktionen der USA beinahe bedeutungslos und das erhoffte Druckmittel wirkungslos. Zeitgleich droht China auch mit Gegenmaßnahmen, gegen die angekündigten weiteren Strafzölle der USA.

     

    Ausblick

    Die Preise werden aus aktuellen Stand wohl voraussichtlich leicht sinken. Damit würde das Heizöl bei einer Abnahme von 100 Liter -0,25 bis -0,05 Euro weniger Kosten als gestern Vormittag.

  • Benzin und Diesel deutlich günstiger – Preisrückgang beim Rohöl endlich auch an der Tankstelle ablesbar

    München (ots)

    Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC ist Tanken im Vergleich zur Vorwoche wieder günstiger. Der Preis für einen Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt liegt aktuell bei 1,409 Euro – ein Rückgang von 2,5 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche. Dieselfahrer tanken bei einem Literpreis von 1,234 Euro immerhin 1,6 Cent billiger als in der Vorwoche.

    Der deutliche Rückgang der Rohölnotierungen, der in der vergangenen Woche noch keine Auswirkungen auf die Spritpreise hatte, schlägt sich nun endlich auch an den Tankstellen nieder. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 61 Dollar, der Euro zeigte sich gegenüber dem US-Dollar im Wochenverlauf relativ stabil.

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man laut ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Newsroom
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle:
    Presseportal.de

  • Trump verschiebt Strafzölle – Preise gehen nach oben

    Neue Ankündigungen der US-Regierung in Richtung China – gibt es langsam Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit? Werden sich die Handelspartner annähern und die Chance zur Auflösung des Streits nutzen?

     

    Geplante US-Strafzölle gegen chinesische Produkte verschoben oder gestrichen

    Am gestrigen späten Nachmittag kam die überraschende Nachricht aus den USA: Man werden wohl einige Produkte, die eigentlich mit 10% Strafzöllen belegt werden sollten, von der Liste streichen und wieder andere erst Mitte Dezember anstelle von 1. September einführen. Es wurde verlautet, dass Handelsvertreter beider Länder die Gespräche wieder aufnehmen wollen.

     

    Durch diese Meldung stiegen die Preise um fast 2 Dollar pro Barrel für Brent und WTI. Die Hoffnung der Marktteilnehmer, dass sich beide Seiten annähern oder sogar den Handelskonflikt lösen ist dadurch aufgeflammt. Was das bedeuten würde, wäre global gesehen viel wert. Das globale Wirtschaftswachstum hat durch den Handelsstreit sehr eingebüßt – die Weltwirtschaft wächst derzeit so wenig wie lange nicht, was natürlich auch die Ölnachfrage betrifft. Sinkt die Ölnachfrage, steigen erst einmal die Ölbestände und somit sinken die Preise.

     

    Analysten sehen die Entwicklung allerdings vorsichtig und warnen vor verfrühtem Optimismus. Man habe in den letzten Jahren gesehen, dass das Handeln von US-Präsident Trump unberechenbar sei. Dadurch wäre vorschnelle Hoffnung vielleicht unangebracht, denn wieder einmal heißt es abwarten. Der Handelsstreit bleibt aber weiterhin großes Thema und wird die Preise weiter beeinflussen.

     

    Ausblick

    Nach den aktuellen Entwicklungen geht man derzeit von einem Preisanstieg von +1,40 bis +1,60 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zum Vortag aus.