HeizölNews – Futures-Services

  • En2x: „Nicht erst im letzten Moment volltanken“ – Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel endet

    Berlin (ots)

     

    Die dreimonatige Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel geht am 31. August zu Ende, gleichzeitig steht die Mineralölbranche vor großen Herausforderungen. Der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie rät dazu, zur Vermeidung von langen Schlangen oder gar Versorgungsengpässen stets rechtzeitig zu tanken.

     

    „Vom 1. September an wird die Energiesteuer statt derzeit 36 Cent wieder rund 65 Cent je Liter Benzin und statt 33 Cent wieder 47 Cent je Liter Diesel betragen“, sagte dazu en2x-Hauptgeschäftsführer Adrian Willig. „Die Tankstellenbetreiber müssen beim Kraftstoffeinkauf dann wieder die reguläre Energiesteuer an den Staat abführen.“

     

    Möglich sei, dass die Tankstellenpreise höher oder niedriger sein können, als die reine Änderung in der Energiesteuer erwarten lasse. Denn gleichzeitig gelten weiter die Angebots- und Nachfragebedingungen an den internationalen Märkten für Benzin und Diesel. Willig: „Diese Großhandelspreise für Benzin und Diesel bestimmen maßgeblich die grundsätzliche Preisentwicklung an den Tankstellen – nicht die Rohölpreise.“

     

    Durch regelmäßiges Nachtanken möglichen Engpässen vorbeugen
    Da die Autofahrer vor Ende des Tankrabatts voraussichtlich verstärkt die Tankstellen anfahren werden, rechnet en2x damit, dass ab dem 1. September nicht mehr viel steuervergünstigtes Benzin und Diesel im Angebot sein wird. „Deshalb raten wir dazu, nicht erst mit fast leerem Tank zur Tankstelle zu fahren, sondern regelmäßig nachzutanken.“

     

    Wegen des erwartet höheren Tankaufkommens stelle das Auslaufen der Steuerermäßigung wie deren Beginn eine logistische Herausforderung für die Branche dar. Die Anforderungen werden noch einmal erhöht durch das Rheinniedrigwasser, eine hohe Belastung bei der Güterbahn sowie den Teilausfall einer für die Versorgung Süddeutschlands wichtigen Raffinerie in Österreich. Willig: „Unsere Logistiker tun alles, um die Versorgung auch unter diesen erschwerten Bedingungen aufrechtzuerhalten und Engpässen vorzubeugen.“

     

    Pressekontakt:

    Alexander von Gersdorff, Rainer Diederichs

    en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
    Georgenstraße 25
    10117 Berlin

     

    presse@en2x.de; https://en2x.de/presse/
     

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  • Abends tanken spart zwölf Cent je Liter

    München (ots)

     

    Für die Fahrer von Benziner-Pkw ist das Sparpotenzial beim Tanken durch die Wahl des richtigen Zeitpunktes in den vergangenen Monaten größer geworden. Wie eine aktuelle ADAC Auswertung der durchschnittlichen Kraftstoffpreise im Tagesverlauf zeigt, können Autofahrer rund zwölf Cent je Liter Super E10 sparen, wenn sie abends statt morgens tanken. Noch im Mai lag das Sparpotenzial für den Otto-Kraftstoff bei etwa zehn Cent. Bei der Untersuchung ging es darum, die durchschnittliche Tagesverlaufskurve der Kraftstoffpreise für den Monat Juli und im gesamten deutschen Kraftstoffmarkt zu ermitteln.

    Etwas kleiner sind hingegen die Sparmöglichkeiten der Diesel-Fahrer geworden. Wer abends Diesel tankt, zahlt laut ADAC ebenfalls zwölf Cent je Liter weniger als am Morgen. Im Mai waren es noch 16 Cent je Liter.

    Kraftstoffpreise im Tagesverlauf / Auswertung vom Juli 2022

     

    Über den ganzen Tag verteilt hat der ADAC sieben regelmäßige Preisspitzen ermittelt. Teuerster Zeitpunkt zum Tanken ist morgens kurz nach 7 Uhr. Zwischen 5 und 11 Uhr schwanken die Preise recht stark und liegen fast immer über dem Niveau des restlichen Tages. Ab Mittag sinken die Durchschnittspreise für Benzin und Diesel in regelmäßigen Wellenbewegungen tendenziell bis gegen 22 Uhr. Die niedrigsten Tagespreise an den Tankstellen werden zwischen 20 und 22 Uhr erreicht. Aber auch der Zeitraum zwischen 18 und 19 Uhr ist bereits relativ günstig. Während der Nachtstunden gibt es kaum Preisänderungen. Insgesamt sind die Wellenbewegungen der Preise beider Kraftstoffsorten wieder nahezu parallel.

    Wer die Differenzen zwischen morgendlichen Preisspitzen und abendlichem Tiefpunkt nutzt, kann viel Geld sparen. Bei einer 50-Liter Tankfüllung zahlen Autofahrer bis zu sechs Euro weniger, wenn sie zu günstigen Zeiten zur Tankstelle fahren. Deshalb empfiehlt der ADAC, das Sparpotenzial konsequent zu nutzen. Die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“ hilft, sich schnell und unkompliziert ein Bild über die Preissituation an Tankstellen in der Umgebung zu machen. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt sowie aktuelle Preise gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

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  • US-Energieministerium meldet Bestandsaufbau

    Im Wochentakt schauen Ölhändler auf der ganzen Welt auf die vom DOE (Department of Energy – US-Amerikanische Energieministerium) veröffentlichten Zahlen zur Ölbestandsentwicklung. Denn die Entwicklung des weltweit größten Ölkonsumenten hat erhebliche Auswirkungen auf die Börsenpreise. Mit den jüngst veröffentlichten Zahlen, macht sich ein wenig Entspannung bemerkbar. Doch gibt es auch Anzeichen dafür, dass Börsenpreise zunächst wieder ein wenig anziehen.

     

    Speicherfüllung für Ölprodukte

    Die veröffentlichten Zahlen lassen Ölgroßhändler zunächst durchatmen. Denn die Gesamtbestände in den amerikanischen Öllagern sind um ca. 13 Millionen Barrel (à 159 Liter) innerhalb der letzten Woche gestiegen. Zwar ist ein großer Teil darauf zurück zu führen, dass die strategischen Ölreserven angezapft wurden, so sind dennoch mehr al 7,5 Millionen Barrel an fossilen Treibstoffen und Rohöl in die Reservetanks geflossen.

     

    Stutzig sind Marktbeobachter allerdings trotzdem geworden. So vermeldete das DOE, dass in Summe ca. 5 Millionen Barrel Benzin aus den Vorratslagern hinausgeflossen sind. Sonderbar ist diese Situation deshalb, weil die Nachfrage nach Benzin und der Verbrauch, deutlich unter den Zahlen noch vom Vorjahr liegen.

     

    Mögliche Einigung im Atomdeal?

    Ebenfalls ein beeinflussender Faktor am Markt ist der Atomdeal zwischen den USA und dem Iran. 2015 hatte die US-Amerikanische Regierung ein Abkommen mit der islamische Republik ausgehandelt. Ziel aus amerikanischer Sicht, war die Abwendung von der Entwicklung atomarer Waffen durch den Iran. Als dieses Abkommen allerdings 2018 gekündigt wurde, ist ein großer Ölproduzent vom Markt verschwunden.

     

    Der Deal wurde einseitig von den USA aufgekündigt und es wurden folglich Sanktionen von den USA gegen den Iran verhängt, welche vor allem auf dessen umfangreiche Rohölförderung abzielten. Nun steht ein neuer final ausgehandelter Vertrag im Raum, der auf die Zustimmung durch die USA und dem Iran wartet. Sollte dies geschehen, so würden wieder größere Mengen iranischen Rohöls auf dem Weltmarkt verfügbar und die bisher knappe Marktversorgung mit fossilen Treibstoffen deutlich entlastet.

     

    Ausblick

    Es stehen einige Zeichen dafür, dass Ölpreise an den Börsen weiterhin in einer Abwärtsbewegung bleiben. Doch der allgemeine Ausblick für die weltweite Versorgung mit Rohöl und Rohölprodukten wird wieder knapper eingeschätzt als zuletzt. Zwar sind einige Zeichen am Markt erkennbar, die einen Preisaufschwung verhindern können, so sind diese noch nicht eingetroffen und Marktteilnehmer verlassen sich auf Prognosen, die eine erneute Unterversorgung für 2023 vorhersagen.

     

    Heute werden Preisänderungen von ca. +1,4 bis +2,2 Euro/100l Heizöl im Vergleich zu Mittwochmorgen erwartet.

  • Destatis: Energiepreise im Juli auf Jahressicht weiterhin deutlich teurer

    Am heutigen Mittwoch werden in einigen Ländern endgültige Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Juli veröffentlicht. In Deutschland gab das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits heute Morgen die Inflationsdaten für den vergangenen Monat bekannt. Diese zeigten, dass die Verbraucherpreise in der Bundesrepublik im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,5 Prozent zulegten. Damit hat sich die Teuerungsrate den zweiten Monat in Folge leicht abgeschwächt.

     

    Preisteuerung bei Energieprodukten weiterhin auf sehr hohem Niveau

    Nichtsdestotrotz befand sie sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. „Hauptursachen für die hohe Inflation sind nach wie vor Preiserhöhungen bei den Energieprodukten.“, erklärt der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Dr. Georg Thiel. Obwohl sich neben der Abschaffung der EEG-Umlage laut Thiel im Juli auch Tankrabatt und 9-Euro-Ticket immer noch leicht dämpfend auf die Inflation auswirkten, waren die Preise für Energieprodukte im vergangenen Monat immer noch 35,5 Prozent höher als im Juli 2021. Im Juni hatte die Teuerungsrate hier auf Jahressicht bei 38,0 Prozent gelegen.

     

    Während sich die Preisteuerung bei den Kraftstoffen (+23,0 Prozent) und auch bei leichtem Heizöl (+102,6 Prozent) im Juli trotz des immer noch hohen Niveaus etwa abgeschwächt hat, nahm sie bei Erdgas sogar noch zu. Hier stiegen die Preise im Vergleich zu Juli 2021 um 75,1 Prozent (Juni: +60,7 Prozent). Inwieweit dies mit den geringeren Erdgas-Lieferungen aus Russland über Nord Stream 1 zusammenhängt, dazu machte Destatis keine Angaben. An der europäischen Rohstoffbörse ICE erreichte der Preis des Futures-Kontrakts für Erdgas aufgrund der nach Wartungsarbeiten noch stärker als zuvor gedrosselten Lieferungen allerdings Ende Juli auf den höchsten Stand seit 9. März.

     

    US-Inflationsdaten könnten am Nachmittag Einfluss auf Rohölpreise an der ICE haben

    Während die Inflationsdaten aus Deutschland meist wenig Einfluss auf die Rohölpreise an den Ölbörsen haben, kann man dies von den Daten zur US-Inflation nicht behaupten. Denn diese werden vor allem in den vergangenen Monaten von den Marktteilnehmern immer wieder als entscheidende Kenngröße herangezogen, um den Umfang der erwarteten Zinsanhebungen der Fed einzuschätzen. Je größer die Zinsschritte ausfallen, desto stärker auch der Dollar und – im aktuellen konjunkturellen Umfeld – auch die Angst der Marktteilnehmer vor einer potenziellen Rezession.

     

    Sowohl ein stärkerer Dollar als auch Rezessionsängste lassen die Rohölpreise an den Ölbörsen tendenziell sinken. Dies verdeutlichen auch die Abwärtstrends, die sich seit Anfang/Mitte Juni bei den Futures-Preisen der Rohölsorten Brent und WTI entwickelt haben. Angesichts der weiterhin bestehenden Sorgen im Hinblick auf das weltweite Ölangebot und des Ende des Jahres in Kraft tretenden EU-Embargos für Öl und Ölprodukte aus Russland bleibt abzuwarten, wie lange die Ölpreise an den Rohstoffbörsen diese Abwärtstrend noch fortsetzen werden.

     

    Ausblick

    Heute Vormittag gaben die Futures-Kontrakte an der ICE erst einmal nach. Zusammen mit dem etwas festeren EUR/USD-Kurs führte dies dazu, dass sich das Aufwärtspotenzial, das sich im gestrigen Tagesverlauf bei den Inlandspreisen noch ergeben hatte wieder etwas nachließ. Heute Vormittag liegt dieses noch bei von +1,45 bis +2,05 Euro pro 100 Liter.

  • Stauprognose für 12. bis 15. August

    München (ots)

    Auch an diesem Wochenende wird sich die Urlauberlawine in Richtung Heimat wälzen und sehr viele Staus verursachen. Insgesamt dürfte das Wochenende aber etwas ruhiger als das Vorwochenende werden. Auf dem Heimweg sind Urlaubende aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und der Mitte der Niederlande. Hier enden in Kürze die Ferien.

    Der Zustrom in Richtung Urlaubsgebiete ist nicht mehr so stark wie an den letzten Wochenenden. Unterwegs in Richtung Meer oder Berge sind vor allem Autofahrer und Autofahrerinnen aus Baden-Württemberg und Bayern zu erwarten, bei denen erst die dritte Ferienwoche beginnt. In Bayern könnte auch der Feiertag Mariä Himmelfahrt am Montag, 15. August, zu lebhaftem Kurzurlauberverkehr und einem verlängerten Wochenendtrip führen.

    Wer flexibel ist, fährt unter der Woche. Etwas bessere Reisetage sind Dienstag und Mittwoch.

    Die besonders belasteten Staustrecken (beide Richtungen):

    • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
    • Großräume Hamburg, Berlin und München
    • A1 Lübeck – Bremen – Dortmund – Köln
    • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt
    • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt
    • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
    • A7 Flensburg – Hamburg
    • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg und Hannover – Hamburg
    • A8 Salzburg – München – Stuttgart
    • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig
    • A10 Berliner Ring
    • A19 Rostock – Dreieck Wittstock/Dosse
    • A24 Berlin – Hamburg
    • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
    • A93 Kufstein – Inntaldreieck
    • A95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
    • A99 Umfahrung München

    Staugefährdete Autobahnen im Sommerreiseverkehr 2022

     

    Im Ausland verstopft die Urlauber-Rückreisewelle ebenfalls die Autobahnen. Die Staus in Richtung Urlaubsgebiete sind ebenfalls noch nicht abgerissen. Italiens Fernstraßen sind dieses Mal besonders stark belastet. Am Wochenende vor Ferragosto (Feiertag am 15. August) bricht traditionell das ganze Land zum Urlaub am Meer auf.

    Die staugefährdetsten Strecken: Tauern-, Fernpass-, Arlberg-, Rheintal-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen von und zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten. Besonderheit Österreich: Entlang der Inntal-, Tauern- und Brennerautobahn ist wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

    An den Grenzen der europäischen Nachbarländer sollten Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten eingeplant werden, darunter auch an den Übergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim. Für Fahrten nach Slowenien und Kroatien, Griechenland und in die Türkei und zurück kann es sogar noch länger dauern.

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  • Wirtschaftssorgen lasten auf Ölpreisen

    Allgemeine wirtschaftliche Sorgen belasten in jüngster Zeit die Preise für Rohöl. Folglich sind auch Rohölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin hiervon betroffen. Zwar sind Inflationswerte in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau und treiben Verbraucherpreise in die Höhe, so haben Ängste vor einer globalen Rezession eher den gegenteiligen Effekt auf den Rohölmarkt

     

    Import- und Verbrauchsdaten auf Talfahrt

    Normalerweise herrscht in den USA im Sommer die sogenannte „Fahrsaison“. Eine Monate lange Periode, in der vor allem der Benzinkonsum des weltweit größten Rohölverbraucherlandes die Börsenpreise für Rohöl befeuert. Doch trotz fehlender Beschränkungen und vernachlässigbarer Coronamaßnahmen, bleibt der Verbrauch hinter den Vorjahreszahlen. So wurden im Juni und Juli über 5% weniger Benzin verbraucht, als noch im Vorjahr.

     

    Auch im fernen Osten bleiben die Großkonsumenten hinter den Erwartungen zurück. Denn in China wurde ein Rückgang der Ölimporte von deutlich über 10% für den Juli verzeichnet. Ein weiterer „Big Player“ der am Markt fehlt und seinen gewöhnlichen Konsum deutlich zurückgeschraubt hat. Allerdings sind die Umstände ein wenig klarer definiert, als in den USA. Denn scharfe Lockdowns um Corona-Herde einzudämmen und nicht zuletzt pessimistische Konjunkturzahlen, werden ihren Teil hierzu beigetragen haben.

     

    So warnen erste Großbanken bereits vor einer langanhaltenden Rezessionen. Dies macht sich bei der Investitionsfreude an den Märkten bemerkt und drückt die Nachfrage. Zudem haben auch schon längst inaktive Ölförderländer wie Libyen, angekündigt die Förderung von Rohöl zu intensivieren und können damit die Versorgung mit fossilen Brennstoffen etwas entlasten.

     

    Ausblick

    Die Lage and den Ölbörsen ist und bleibt angespannt. Zu viele Faktoren erhöhen die Unsicherheiten und halten die Preise für fossile Energie auf einem hohen Niveau. Doch ist die Lage bereits deutlich entspannter als zuletzt. Rezessionsängste, geringe Importe und Verbräuche in China und den USA, sowie der Ausblick auf steigende Ölförderung nehmen den Börsenpreisen zunächst den Schwung der jüngsten Zeit.

     

    Bei der aktuellen Entwicklung wird mit Preisabschlägen von zwischen -1,25 und -2,25 Euro/100l Heizöl gerechnet, im Vergleich zu Freitagmorgen.

  • Ölpreise rutschen ab – Rezessionsängste nehmen zu

    Die börsengehandelten Rohölfutures haben in den letzten Wochen immer wieder nachgegeben und den massiven Preisanstieg nach Russlands Angriff auf die Ukraine wieder abgebaut. Auch in dieser Woche verloren die Ölpreise wieder an Boden und sind inzwischen wieder zurück auf dem Niveau vor Kriegsausbruch.

     

    Hintergrund für die sinkenden Ölbörsen ist die wachsende Rezessionsangst der Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer. Überall auf der Welt wird die Gefahr eines konjunkturellen Abschwunges immer größer. Energieengpässe, enorme Inflationswerte und starke Zinsanhebungen der Notenbanken, Lieferkettenprobleme und eine von zahlreichen Krisen belastete geopolitische Ausgangslage erhöhen die Unsicherheit an den Märkten, so auch am Ölmarkt.

     

    Mit einer Rezession, also einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung, dürfte auch die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten schrumpfen, im schlimmsten Falle könnte es auch wieder zu einem Einbruch wie 2020 mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie kommen. Damals stürzten die Ölbörsen innerhalb kürzester Zeit in den Keller und der Preis für amerikanisches Rohöl rutschte zwischenzeitlich sogar ins Minus.

     

    Allerdings unterscheidet sich die aktuellen Lage durchaus von der Situation 2020. Denn damals war das Problem, dass die Nachfrage abrupt stoppte, die Ölförderung aber nicht so ohne weiteres angehalten werden konnte und es zusätzlich zu einem massiven Angebotsüberschuss kam. In der Folge bauten fast alle Ölproduzierenden Länder Förderkapazitäten ab, so dass sich die Angebotslage inzwischen gewandelt hat.

     

    Wo 2020 noch zuviel Öl den Weltmarkt zu überschwemmen drohte, sind die Mengen heute ziemlich knapp. Schon seit Monaten ist der Markt unterversorgt – eine Situation, die durch die kriegsbedingten Ausfälle der russischen Exportmengen noch verschärft wurde. Gleichzeitig zeigen sich aber immer mehr Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage, zuletzt in den USA, wo der Kraftstoffbedarf auf einem saisonalen Tiefststand liegt.

     

    Hinzu kommen die Notenbanken auf der ganzen Welt, die ihre Leitzinsen anheben um der Inflation Herr zu werden. Während die EZB dabei noch moderat vorgeht, um die labile europäische Wirtschaft zu schonen, haben etwa die amerikanische und die britische Notenbank ihre Leitzinsen schon länger und in großen Schritten angehoben. Höhere Zinsen belasten jedoch die Industrie und verschärfen somit wieder die Rezessionsängste.

     

    Deshalb geben die Ölpreise aktuell immer wieder nach, auch wenn die ohnehin unsichere Angebotslage auf dem Weltmarkt nach wie vor knapp bleibt. Auch bei den Inlandspreisen zeichnet sich damit heute ein Preisnachlass von -2,25 bis -2,85 Euro pro 100 Liter ab. Allerdings sorgen im Bundesgebiet niedrige Wasserpegel auf den Flüssen für Probleme bei der Nachversorgung. Je nach Region steigen hier nicht nur die Preise aufgrund hoher Frachtumlagen sondern auch die Wartezeiten.

  • Benzin leicht verbilligt, Dieselpreis stagniert – ADAC: Wettbewerb kann Preissenkungen anstoßen

    München (ots) – Leichte Entspannung bei Benzin, praktisch keine Änderung bei Diesel – die Kraftstoffpreise in Deutschland haben sich im Vergleich zur Vorwoche nur wenig bewegt. Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrer derzeit im bundesweiten Mittel 1,732 Euro bezahlen und damit 1,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise. Kaum Bewegung dagegen beim Preis für Diesel-Kraftstoff: Ein Liter kostet aktuell im Schnitt 1,927 Euro – ein Minus von 0,1 Cent.

     

    Die Kraftstoffpreise sind aus Sicht des ADAC im Vergleich zum Rohölpreis weiter viel zu hoch, das Potenzial für Preissenkungen ist erheblich und kann durch verstärkten Wettbewerb genutzt werden. Der Tankrabatt, bei dem die Energiesteuer zusammen mit der anteiligen Mehrwertsteuer am 1. Juni bei Benzin um 35 Cent je Liter, bei Diesel um 17 Cent gesenkt wurde, läuft in vier Wochen aus. Danach wird die Steuer wieder in gewohntem Umfang erhoben mit der Folge, dass die Kraftstoffpreise wieder mehr als zwei Euro kosten dürften.

     

    Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
    Quelle: ADAC e.V.

     

    Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, preisbewusst zu tanken und sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im näheren Umkreis zu informieren. Die Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Anbietern können bis zu sieben Cent betragen. Außerdem: Wer abends tankt, kann nach ADAC Auswertungen viel Geld gegenüber den Morgenstunden sparen.

     

    Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

     

    Pressekontakt:

    ADAC Kommunikation
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    Quelle: https://www.presseportal.de/

  • OPEC+ entscheidet über zukünftige Förderpolitik

    Mit dem monatlichen Treffen der OPEC steht am Ölmarkt heute das wichtigste Ereignis der Woche ins Haus. Die 13 Mitgliedsstaaten und ihre 10 Partnerländer, die gemeinsam die OPEC+ bilden, kommen heute Mittag zusammen, um über ihre weitere Förderstrategie abzustimmen.  Auch Russland wird dabei sein. Die Allianz kann seit jeher mit Förderkürzungen oder -anhebungen Einfluss auf die globalen Ölpreise nehmen.

     

    Spekulationen über  zukünftige Förderpolitik 
    Die 2020 wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Förderkürzungen von 9,7 Millionen Barrel pro Tag (à 159 Liter) hat die OPEC+ inzwischen wieder abgebaut und fördert – zumindest auf dem Papier – wieder so viel wie vor der Pandemie. In Wirklichkeit sind die letzten zwei Jahre auch an den OPEC+ Ländern nicht spurlos vorüber gegangen und so bleiben viele aufgrund maroder Infrastruktur oder fehlender Produktionskapazitäten schon seit Monaten hinter ihren Förderzielen zurück.

     

    Entsprechend groß sind die Spekulationen über das weitere Vorgehen der Produzentenallianz. Bei der Großbank Goldman Sachs geht man davon aus, dass die OPEC+ für September nur eine „mäßige“ Steigerung der Produktion beschließen dürfte, nachdem die Rückführung der im April 2020 vereinbarten massiven Produktionskürzungen im August theoretisch abgeschlossen wäre.

     

    Keine Steigerung wäre Klatsche für USA
    Steigert die OPEC+ ihre Fördermengen im September nicht, wäre das eine Klatsche für US-Präsident Biden, der die Golfstaaten im Rahmen seiner Nahost-Reise im Juli noch aufgefordert hatte, den Ölhahn weiter aufzudrehen, um die Preise zu senken. Ein wirklicher Erfolg wäre eine mäßige Produktionssteigerung allerdings auch nicht, sondern wohl eher ein Zeichen Riads, die jüngste Annäherung zwischen den USA und Saudi-Arabien – einem der wenigen OPEC-Länder, das noch über nennenswerte Reservekapazitäten verfügt – nicht gleich wieder aufs Spiel setzen zu wollen.

     

    Gleichzeitig wird Saudi-Arabien allerdings auch versuchen, es sich nicht mit Russland zu verscherzen, dem größten und wichtigsten Partner in der OPEC+. Erst in der vergangenen Woche hatten die beiden Länder bekräftigt, dass man auch weiterhin zusammenarbeiten wolle, um für die Stabilität des Ölmarktes zu sorgen. Dieser ist laut Goldman Sachs derzeit um etwa 2 Millionen Barrel pro Tag unterversorgt.  Die Marktanalysen der OPEC+ gehen für das Gesamtjahr allerdings von einem Überangebot von 0,8 Millionen Barrel täglich aus.

  • ADAC: Tanken im Juli deutlich günstiger – Benzinpreis sinkt im Monatsverlauf um gut zehn Cent – Preisrückgang aufgrund niedrigerer Rohölnotierungen

    München (ots) – Die Fahrt zur Tankstelle ist für die Autofahrer im Juli spürbar günstiger geworden. Vor allem die Fahrer von Benzin-Pkw konnten sich im abgelaufenen Monat über deutlich preiswerteren Kraftstoff freuen, wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt. Danach kostet ein Liter Super E10 im Monatsmittel 1,795 Euro, das waren 11,6 Cent weniger als im Juni. Bei Diesel fiel der Preisrückgang schwächer aus: Für einen Liter waren im Juli 1,956 Euro fällig, das ist ein Minus von 6,3 Cent gegenüber dem Vormonat.

     

    Am teuersten war Tanken in den ersten Julitagen, am günstigsten gegen Ende des Monats. Für Super E10 musste man am 1. Juli mit 1,849 Euro am meisten bezahlen, am wenigsten am 31. Juli mit 1,743 Euro. Damit ist Benzin binnen eines Monats um 10,6 Cent günstiger geworden. Teuerster Diesel-Tag war der 4. Juli mit einem Tagesdurchschnittspreis von 1,996 Euro. Am preiswertesten tankten Dieselfahrer am 26. Juli mit durchschnittlich 1,928 Euro. Die Differenz zwischen teuerstem und günstigstem Tank-Tag im Juli beträgt somit bei Diesel-Kraftstoff 6,8 Cent.

     

    Kraftstoffpreise im Juli 2022
    Quelle: ADAC e.V.

     

    Der Rückgang der Kraftstoffpreise im zweiten Monat des Tankrabatts ist laut ADAC insbesondere den niedrigeren Rohölnotierungen geschuldet. Ein Barrel der Sorte Brent-Öl kostete Anfang Juli rund 111 US-Dollar, zum Monatsende lag der Preis bei etwa 103 Dollar, nachdem er zuvor sogar unter die 100-Dollar-Grenze gefallen war. Ungeachtet der leichten Entspannung am Kraftstoffmarkt besteht nach Ansicht des ADAC weiterhin erhebliches Potenzial für Preissenkungen an den Zapfsäulen.

     

    Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, sich vor dem Tanken über die aktuellen Spritpreise zu informieren und dann den günstigsten Anbieter anzusteuern. Weiterhin gilt: Wer abends tankt, kann regelmäßig mehrere Euro gegenüber den Morgenstunden sparen. Gleichzeitig stärkt ein preisbewusstes Tankverhalten der Verbraucher den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

     

    Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller gut 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

     

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    Quelle: https://www.presseportal.de/pm/