HeizölNews – Futures-Services

  • OPEC-Dilemma: China verbraucht zu wenig, Russland fördert zu viel – Heizöl deutlich teurer

    Die Ölpreise sind mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Gestern hatten Aussagen der OPEC im Hinblick auf eine weiterhin stabile Ölnachfrage die beiden wichtigsten Sorten WTI und Brent noch um jeweils 0,2% steigen lassen. Aktuell verliert die Nordseesorte Brent 0,4% auf 82,43 Dollar, die US-Sorte WTI gibt um 0,5% auf 78,22 Dollar nach.

    OPEC und IEA einmal mehr im Clinch
    Gestern hatte OPEC-Generalsekretär Hathaim Al Ghais prognostiziert, dass die Nachfrage nach Öl bis 2045 auf 116 Millionen Barrel pro Tag ansteigen wird. Er wies damit einen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zurück, der den Höhepunkt des Ölverbrauchs für 2029 vorhersagt.

    Al Ghais bezeichnete den Bericht der IEA als gefährlich und für die Verbraucher unverantwortlich. Zwischen der in Paris ansässigen IEA und der OPEC kommt es in nahezu regelmäßigen Abständen zu Streitigkeiten über die weitere Entwicklung der Ölnachfrage.

    Ölnachfrage in China derart schwach,…
    Zumindest auf kurze Sicht, könnte die IEA mit ihren Prognosen richtig liegen. Denn beispielweise hat China im Mai laut einer Veröffentlichung der staatlichen Zollbehörde knapp 47 Millionen Tonnen Rohöl importiert, was einer Tagesmenge von gut 11 Millionen Barrel (a 159 Liter) entspricht. Die Einfuhren lagen damit nur etwas über dem bereits niedrigen Wert im April, aber deutlich niedriger als im Vorjahr.

    In den ersten fünf Monaten lagen die Rohölimporte fast auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Damit bestätigt sich, dass die Ölnachfrage in China dieses Jahr nicht annähernd die hohe Dynamik aufweisen dürfte wie im vergangenen Jahr.

    …dass sogar die Ölexporte deutlich zulegen
    Die niedrigen Importe im Mai sollen Analysten zufolge auf Wartungsarbeiten in den großen staatlichen Raffinerien sowie einer geringeren Auslastung der kleineren unabhängigen Raffinerien zurückzuführen sein. Dagegen stiegen die Exporte von Ölprodukten im Mai deutlich an, nachdem die Behörden Anfang Mai neue Exportquoten erteilt hatten.

    Stärkere Erholung der Ölpreise unwahrscheinlich
    Die Kombination aus geringeren Rohölimporten, einer reduzierten Rohölverarbeitung und höheren Exporten von Ölprodukten deutet auf ein lokales Überangebot und eine schwächere Ölnachfrage in China hin, was gegen eine stärkere Erholung der Ölpreise spricht. Die OPEC dürfte diese Entwicklung mit einiger Sorge verfolgen.

    Russland produzierte auch im Mai mehr Rohöl als vereinbart…
    Unterdessen bereitet auch Moskau dem Ölkartell weiter Kopfzerbrechen. So hat Russland im Mai laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg umgerechnet 9,39 Millionen Barrel Rohöl pro Tag produziert. Das wären 344.000 Barrel pro Tag mehr als mit der OPEC vereinbart.

    …und stellt ausgleichende Kürzungen in Aussicht
    Eigentlich hatte sich Moskau dazu verpflichtet, seine Ölproduktion im Mai um 400.000 Barrel pro Tag gegenüber dem Niveau im März zu reduzieren. Im April, als die Produktion um 350.000 Barrel pro Tag gesenkt werden sollte, lag diese Umfragen von OPEC und der IEA zufolge noch rund 200.000 Barrel pro Tag über dem vereinbarten Niveau. Russland hatte dafür technische Gründe verantwortlich gemacht und für die kommenden Monate ausgleichende Kürzungen in Aussicht gestellt.

    Heizölpreise mit deutlichen Aufschlägen 
    Nachdem heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +1,35 Euro bis +1,85 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Donnerstag.

  • Strafzölle auf China-Elektroautos bis zu 38 % – Abschläge beim Heizöl

    Wie die Europäische Kommission gestern mitteilte, wird sie ab nächsten Monat vorläufig zusätzliche Zölle zwischen 17 und 38 % auf importierte chinesische Elektrofahrzeuge erheben

    Die Zölle werden zusätzlich zu den bereits bestehenden Zöllen in Höhe von 10 % auf alle chinesischen Elektroautos erhoben, je nachdem, inwieweit sie einer EU-Untersuchung von Elektroautoherstellern nachgekommen sind.

    Große Exporteure wie BYD, der weltgrößte Hersteller von Elektroautos, und Geely werden von zusätzlichen individuellen Zöllen zwischen 17 und 20 % betroffen sein. Für die in China hergestellten Elektroautos von Tesla „kann ein individuell berechneter Zollsatz gelten“, so die Kommission.

    Deutschland will Handelskrieg mit China vermeiden
    Frankreich und Spanien hatte sich im Vorfeld für die Entscheidung ausgesprochen, während Deutschland, Ungarn und Schweden diese vermeiden wollten, weil man keinen Handelskrieg mit China riskieren möchten. Zudem würde ein Zollkrieg Elektroautos letztlich für die Verbraucher teurer machen.

    Abstimmung im November
    Selbst deutsche und andere ausländische Autohersteller, die in China produzieren, könnten in der EU ebenfalls mit Zöllen auf ihre in China hergestellten Fahrzeuge belegt werden. Die EU-Mitgliedstaaten werden voraussichtlich bis Anfang November über Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge abstimmen.

    Wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in einer Analyse vom letzten Monat feststellte, würde ein potenzieller EU-Zoll von 20 % auf in China hergestellte E-Autos Peking rund 3,8 Milliarden Dollar kosten. Im Gegenzug würden aber auch die Endverbraucher in der EU „spürbar höhere Preise zahlen“, so das IfW.

    USA vervierfachen Zölle auf chinesische Autos…
    Bereits vor einem Monat hatte US-Präsident Joe Biden die Zölle auf Elektrofahrzeuge aus China von 25 % auf 100 % vervierfacht.

    „Ich bin entschlossen, dass die Zukunft der Elektrofahrzeuge in Amerika von Gewerkschaftsarbeitern hergestellt wird“, hatte Biden damals bekräftigt. Bereits damals war klar, dass das eigentliche Schlachtfeld für Elektroautos zukünftig weit jenseits der US-Küsten liegen wird – in Europa.

    …was Europas Autobauer in Zugzwang bringt
    Denn die US-Amerikaner kaufen derzeit nur sehr wenige Elektrofahrzeuge aus China. Ganz anders sieht es in Europa aus – dem bei weitem größten Exportmarkt für chinesische Elektroautohersteller.

    Washingtons drastische Maßnahme hat den Druck auf die Europäische Union erhöht, ihre Autohersteller zu verteidigen.  Denn angesichts eines Szenarios, in dem chinesische E-Autos praktisch aus den Vereinigten Staaten verdrängt werden, würden sich die Export-Ströme aus dem Reich der Mitte nahezu vollends auf Europa konzentrieren.

    Heizölpreise mit Abschlägen 
    Trotz der Tatsache, dass heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal –0,65 Euro bis -1,25 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch zur Wochenmitte.

  • Ölpreise setzen Erholung fort – EIA und OPEC optimistisch – Heizöl verteuert sich weiter

    Die Ölpreise legen zu Handelsbeginn weiter zu und setzen damit den Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Die Ölsorte Brent verteuert sich aktuell um 0,57 Dollar bzw. 0,7% auf 82,40 Dollar pro Barrel, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 0,48 Dollar bzw. 0,6% auf  78,74 Dollar anzieht.

    EIA und OPEC für Ölnachfrage optimistisch
    Die Ölmärkte profitieren zur Wochenmitte von Meldungen, denen zufolge sowohl die US-Energiebehörde EIA als auch die OPEC die weltweite Nachfrage positiv einschätzen. Zudem sind die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken.

    Die EIA hob ihre Wachstumsprognose für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2024 auf 1,10 Mio. Barrel pro Tag an, nachdem sie zuvor von 900.000 Barrel pro Tag ausgegangen war.

    OPEC: China wird Nachfrage antreiben
    Die OPEC wiederum sieht das Wachstum der Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte um durchschnittlich 2,3 Millionen Barrel pro Tag steigen. Das wären etwa 150.000 Barrel pro Tag mehr als in der ersten Jahreshälfte. Als Grund für die Einschätzung nannte das Kartell gestiegene Erwartungen für den Reiseverkehr und den Tourismus sowie die sich weiter erholende Wirtschaft Chinas.

    Quellen: Saudische Ölexporte nach China sinken dritten Monat in Folge
    Mit Saudi-Arabien dürfte gerade der Anführer der OPEC vom Comeback der chinesischen Wirtschaft weniger als noch zu früheren Zeiten profitieren. Denn wie der Nachrichtenagentur Reuters gestern von mehreren anonymen Quellen mitgeteilt wurde, sollen die saudischen Öllieferungen an chinesische Abnehmer für den Juli den dritten Monat in Folge zurückgegangen sein.

    Diese werden nun bei 36 Millionen Barrel erwartet, gegenüber 39 Millionen Barrel im Juni, und den 45 Millionen im Mai gelieferten Barrel. Als Begründung für die geringeren Käufe wurden vor allem Wartungsarbeiten in den chinesischen Raffinerien genannt.

    China findet günstigere Alternativen
    Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Den Fakt ist, dass es mittlerweile billigere Alternativen zu saudischem Rohöl gibt. Erst am 5. Juni hatte das Königreich angekündigt, seinen offiziellen Verkaufspreis für Lieferungen nach Asien zu senken. Die erste Preisreduzierung nach fünf Monaten hatte 50 Cent pro Barrel gegenüber den Preisen vom Juni betragen.

    Riad will Marktanteile verteidigen
    Der Rabatt deutet darauf hin, dass Saudi-Arabien sich eher auf den Marktanteil als auf den Preis konzentriert. Dieser Schritt dürfte für den saudischen Finanzminister schmerzhaft sein, denn die Ölpreise hatten bereits nach dem letzten OPEC+-Treffen am vorletzten Wochenende deutlich nachgegeben.

    Russland ist Pekings Hoflieferant
    Bereits im vergangenen Jahr wurde Saudi-Arabien von Russland als Chinas größter Öllieferant abgelöst. Im Jahr 2023 hatte Moskau gegenüber dem Vorjahr 24% mehr Rohöl nach China geliefert, während die Transporte von Riad nach China in diesem Zeitraum sogar um 2% einbrachen.

    Trotz dieser Entwicklung sind die saudischen Gesamtausfuhren in diesem Jahr bislang gestiegen und erreichten im März sogar ein Neun-Monats-Hoch. Saudi-Arabien ist nach wie vor der größte Öllieferant für Asien, auch wenn die dort einige Abnehmer weniger Öl aus dem Nahen Osten zugunsten von Rohöl aus den Vereinigten Staaten und Brasilien abnehmen.

    Heizölpreise wieder mit leichten Aufschlägen 
    Nachdem heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,95 Euro bis +1,45 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Dienstag

  • Hoffnung auf höhere Nachfrage treibt Ölpreise – Heizöl zieht weiter an

    Die Ölpreise zeigen sich am Dienstagmorgen im frühen Handel kaum verändert, nachdem sie gestern von Erwartungen einer stärkeren Energienachfrage nach oben getrieben wurden.

    Die Ölsorte Brent verteuerte sich zum Wochenauftakt um 2,01 Dollar bzw. 2,5% auf 81,63 Dollar pro Barrel, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 2,21 Dollar bzw. 2,9% auf  77,74 Dollar stieg. Dies war der höchste Schlusskurs für beide Rohölsorten seit dem 30. Mai.

    OPEC-Ankündigung „nicht in Stein gemeißelt“
    Neben den Anzeichen für eine rege Reisetätigkeit im Sommer, sprachen Händler von einer „überverkauften“ Situation am Ölmarkt war „überverkauft“. Diese war entstanden, nachdem die OPEC+ am vorletzten Wochenende bekannt gegeben hatte, ihre Produktion ab Oktober schrittweise erhöhen zu wollen.

    Mittlerweile haben die Händler erkannt, dass diese Ankündigung des Ölkartells nicht in Stein gemeißelt ist – und wahrscheinlich zurückgenommen werden könnte, sollten die Preise schwach bleiben.

    Rosneft-CEO erwartet einen Anstieg des indischen Energiebedarfs
    Neben dieser Neueinschätzung ist zudem in Gestalt von Igor Setschin weitere Hoffnung für die Ölproduzenten zurückgekehrt. Der Chef des russischen Staatskonzerns Rosneft sieht in einer Prognose, die er auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg vorstellte, den Energieverbrauch in Indien in den kommenden Jahren deutlich ansteigen.

    Indiens Wirtschaft überholt USA bis 2050…
    Seiner Einschätzung nach wird die Wirtschaft auf dem Subkontinent ihre Dynamik in den nächsten fünf Jahren fortsetzen und mit einem BIP von 5 Billionen Dollar zu einer der drei größten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen. Bis 2050 wird Indien Setschin zufolge die USA in Bezug auf die Größe der Wirtschaft sogar überholen.

    …was den Energieverbraucht nahezu verdoppeln wird
    Bis 2050 werde der Energieverbrauch des Subkontinents um bis zu 90% steigen, so Setschin, was eine der schnellsten Wachstumsraten der Welt darstelle. Die Entwicklungsländer insgesamt werden in diesem Zeitraum weiterhin der größte Motor für den Anstieg der Ölnachfrage sein, so der Manager. Setschin prognostiziert einen Anteil von 95% an der Gesamtnachfrage bis 2030.

    Indien baut Raffineriekapazitäten aus
    Nach Angaben des indischen Ministeriums für Erdöl und Erdgas wird der Ölverbrauch in Indien im Jahr 2023 ein Rekordhoch von 231 Millionen Tonnen erreichen, gegenüber 219 Millionen Tonnen im Jahr 2022.

    Ölnachfrage: Indien zieht bis 2030 an China vorbei
    Demnach plant die Regierung in Neu-Dehli, die Gesamtkapazität von derzeit 254 Millionen Tonnen pro Jahr innerhalb von fünf Jahren um 22% zu erhöhen. Die Aufstockung ist eine Reaktion auf das rasche Wirtschaftswachstum Indiens, das das schnellste der Welt ist.

    Alle wichtigen Ölanalysten gehen davon aus, dass Indien China langfristig, d. h. noch vor 2030, als wichtigste Triebkraft für den Anstieg der weltweiten Ölnachfrage ablösen wird.

    Heizölpreise wieder mit Aufschlägen
    Nachdem heute im frühen Handel abermals leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,80 Euro bis +1,30 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zum Wochenauftakt.

  • Ölpreise legen nach schwacher Vorwoche zu – Heizölpreise ziehen an

    Die Ölpreise sind im frühen Handel dabei, ihre in der letzten Wochen erlittenen Kursverluste zumindest etwas auszugleichen. Die Atlantiksorte Brent klettert aktuell um 22 Cent oder 0,3% auf 79,84 Dollar pro Barrel, während sich US West Texas Intermediate-Rohöl (WTI9 ebenfalls um 0,3% verteuert und um 20 Cent auf 75,73 Dollar pro Barrel zulegt.

    Brent hatte sich in der vergangenen Woche um 2,5%, WTI um 1,9% verbilligt. Zeitweise hatten beide Ölsorten auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten notiert.

    Dollar profitiert von starkem US-Jobmarkt
    Am Freitagnachmittag hatten stärker als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten den Hoffnungen auf eine oder mehrere Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr einen deutlichen Dämpfer verpasst. Der sich im  Sog der Zahlen deutlich verteuernde Dollar könnte zu einer weiteren Belastung an den Ölmärkten führen.

    Rechtsruck in Europa schwächt den Euro
    Neben den US Arbeitsmarktdaten muss der Euro ab heute auch noch die Wahlen zum Europäischen Parlament verdauen. Bei diesen hatten gestern Parteien des rechten Lagers deutlich an Boden gewonnen hatten.

    In der Konsequenz hat der französische Präsident Emmanuel Macron für Ende Juni vorgezogene Parlamentswahlen angesetzt, nachdem er bei den Wahlen von der rechtsextremen Partei von Marine Le Pen geschlagen worden war.

    Eine stärkere US-Währung  macht in Dollar denominierte Rohstoffe wie Öl für Inhaber anderer Währungen teurer und senkt dadurch die Nachfrage.

    Finanzprofis setzen nicht mehr auf steigende Ölpreise
    Rohöl ist bereits seit Anfang April aufgrund der sich abschwächenden Nachfrageaussichten gefallen. Wie letzte Woche bekannt wurde, setzen professionelle Vermögensverwalter weiter auf sinkende Ölpreise.

    So fiel der Kapitaleinsatz, mit dem die sogenannte Hedge-Fonds-Manager auf steigende Ölpreise bei der Atlantiksorte Brent spekulieren auf den niedrigsten Stand seit 2011. Auch bei der US-Sorte WTI gingen diese sogenannten Netto-Longpositionen deutlich zurück.

    Lage im Nahen Osten bleibt angespannt
    Abseits von den Turbulenzen in Europa schwelen die Spannungen im Nahen Osten weiter und können somit jederzeit für Unruhe an den Ölmärkten sorgen. So konnte Israel bei einer Operation im Gazastreifen am Wochenende zwar vier Geiseln befreien. Im Rahmen der Aktion sollen allerdings nach Angaben der Terrororganisation Hamas mehr als 200 Palästinenser getötet worden sein.

    Zudem wurde am Wochenende bekannt, dass Minister Benny Gantz von der israelischen Notstandsregierung zurückgetreten ist und Neuwahlen forderte. Gantz hatte Premierminister Benjamin Netanjahu wegen seines Vorgehens im Krieg gegen die Hamas kritisiert.

    Heizölpreise wieder mit Aufschlägen
    Nachdem heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,80 Euro bis +1,30 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zum Wochenschluss.

  • Tanken erneut günstiger – E10 sinkt um knapp zwei Cent – ADAC: Benzin sollte spürbar preiswerter sein

    München (ots)

    Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen in Deutschland sinken weiter. Das zeigt sich besonders am Benzinpreis, wie die aktuelle wöchentliche ADAC Auswertung ergibt: Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer derzeit im bundesweiten Mittel 1,781 Euro bezahlen und damit 1,9 Cent weniger als in der vergangenen Woche.

    Deutlich geringer ist der Rückgang des Dieselpreises. Ein Liter kostet aktuell 1,645 Euro, das sind 0,6 Cent weniger als in der Vorwoche. Gleichzeitig rangiert der aktuelle Dieselpreis auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2023. Der Abstand zwischen den beiden Sorten hat sich damit wieder verringert.

    Aus Sicht des ADAC besteht trotz fallender Preise weiteres Potenzial für Preissenkungen. Auch wenn der aktuelle Rückgang des Benzinpreises aus Autofahrersicht erfreulich ist, so müsste er jedoch deutlicher ausfallen. Laut ADAC ist der Preis für Super E10 derzeit ähnlich wie Mitte März. Damals kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent jedoch gut zehn US-Dollar mehr als heute bei aktuell rund 77 US-Dollar.

    Wer seine Tankrechnung kleiner halten möchte, sollte nach Empfehlung des ADAC möglichst abends an die Zapfsäule fahren. ADAC Auswertungen zeigen, dass die günstigste Zeit zum Tanken zwischen 18 und 22 Uhr liegt. In den Morgenstunden ist Tanken dagegen meist um mehrere Euro teurer. Zusätzliches Sparpotenzial von rund sechs Cent je Liter bietet die Nutzung von Super E10 statt Super E5, sofern das Auto dafür freigegeben ist.

    Schnelle und praktische Hilfe bekommen Autofahrer mit der „ADAC Drive App“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Kommunikation
    T +49 89 76 76 54 95

  • Ölpreise mit Gegenbewegung – Ebbe bei E-Fahrzeugen – Heizöl legt leicht zu

    Nach sechs Tagen in Folge mit Verlusten, können die Ölpreise heute im frühen Handel weiter an ihre gestern erzielten Gewinne anknüpfen. Sowohl die Atlantiksorte Brent als auch Öl der nordamerikanischen Sorte WTI hatten zur Wochenmitte von einem höher als erwarteten Lageraufbau der US-amerikanischen Roh- und Kraftstoffvorräte profitiert und um jeweils über 1 Prozent zugelegt. Brent-Rohöl notierte 89 Cents oder 1,2% höher bei 78,41 Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl-Futures um 82 Cents oder 1,1% auf 74,07 Dollar kletterten.

    US-Rohöl- und Kraftstoffvorräte auf Jahreshoch
    Das US-Energieministerium hatte gestern für die vergangene Woche gestiegene Bestände in den drei Hauptkategorien Destillate, Benzin und Kerosin gemeldet. Demnach stiegen die Gesamtbestände der USA mit 1233 Millionen Barrel auf den höchsten Stand seit vergangenem Oktober und stellten damit gleichzeitig das bisherige Jahreshoch aus dem Januar ein.

    Bremsspuren im Bereich der E-Mobilität werden länger
    Entwarnung für die Ölpreise kommt derzeit aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge. Ein deutlicher Anstieg des Anteils von E-Fahrzeugen am Gesamtbestand der weltweiten Autoflotte, sollte nach Einschätzung wichtiger Organisationen, wie z. B. der Internationalen Energie Agentur (IEA), den Verbrauch fossiler Kraftstoffe in den nächsten Jahren deutlich reduzieren.

    Wie sich nun aber immer deutlicher zeigt, weisen die Automärkte in den USA und in Europa im Bereich der E-Mobilität immer längere Bremsspuren auf.  Sowohl für die USA als auch für die ganze Welt wird in diesem Jahr ein Wachstum der E-Auto-Verkäufe von etwa 20% erwartet. Das ist deutlich weniger als das rasante Wachstum von 46%, das beispielsweise die USA noch im letzten Jahr 2023 verzeichnet hatten

    So stagniert in den USA nach einem enttäuschenden Jahresauftakt der Verkauf von Elektrofahrzeugen in den USA. Ford schraubte seine Expansionspläne drastisch zurück und Tesla entließ 10% seiner weltweiten Belegschaft.

    Analystin: „Ebbe“ bei E-Fahrzeugen in den USA
    Wir erleben im Moment eine „Ebbe“ für Elektroautos, aber es ist unklar, wie lange sie anhalten wird“, sagte Elizabeth Krear, Vizepräsidentin der Elektrofahrzeugabteilung vom Datenanalyse-Unternehmen J.D. Power. „Käufer, die E-Fahrzeuge ablehnen, verweisen auf die mangelnde Verfügbarkeit von Ladestationen, den Kaufpreis, die begrenzte Fahrstrecke pro Ladung, den Zeitaufwand für das Aufladen und die Unmöglichkeit, zu Hause oder am Arbeitsplatz aufzuladen“, so Krear weiter.

    Tesla entlässt Supercharger-Team
    Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für den Bereich der E-Mobilität in den USA stellte die Situation rund um die Hochgeschwindigkeits-Supercharger von Tesla dar. Das Unternehmen hat vor kurzem sein Netz von mehr als 2.000 US-Ladestationen auch für Nicht-Tesla-Besitzer geöffnet, die mit einem Adapter Zugang zu den Ladestationen haben.

    Doch mitten in dieser Umstellung entließ Firmenchef Elon Musk im Rahmen der unternehmensweiten Entlassungen die 500 Mitarbeiter von Teslas Supercharger-Bereich. Inzwischen hat Musk klargestellt, dass Tesla das Supercharger-Netz weiter ausbauen wird, wenn auch langsamer.

    Deutschland: Sinkende Bereitschaft zur Anschaffung eines E-Autos
    Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zufolge, die im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften Ende April veröffentlicht wurde, ziehen nur noch 17% der Befragten aktuell die Anschaffung eines E-Autos in Erwägung.

    Bei der ersten Ausgabe der Studie im Jahr 2020 lag dieser Anteil noch bei 24%. Stabil sind dabei auch die Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität: Wie schon 2022 halten 60% der Befragten die Reichweite von E-Autos für zu gering. Ein gleich hoher Prozentsatz stellt damals wie heute in Frage, ob Elektroautos wirklich umweltfreundlicher sind.

    Heizölpreise wieder mit leichten Aufschlägen 
    Nachdem heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,30 Euro bis +0,70 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zur Wochenmitte.

  • Ölpreise suchen weiter ihren Boden – Heizöl mit leichten Aufschlägen

    Die Ölpreise notieren zur Wochenmitte im frühen Handel wenig verändert, nachdem sie am Dienstag ihre zu Wochenbeginn erlittenen Verluste weiter ausgebaut hatten. Die Atlantiksorte Brent, die am Montag auf ein Vier-Monats-Tief gefallen waren, gaben gestern um weitere  1,07% auf  77,52 Dollar je Barrel nach, während Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI9 mit einem Minus von 1,31% bei 73,25 Dollar den Handel beendete.

    US-Rohölvorräte überraschend stark gestiegen
    Erste Erholungstendenzen bei den Rohölpreisen wurden gestern spätestens mit der Meldung des American Petroleum Institute (API) zunichtegemacht. In seinem Wochenbericht hatte das Ínstitut bekannt gegeben, dass die US-Rohölvorräte in der Woche zum 31. Mai um 4,052 Millionen Barrel angestiegen sind. Damit wurde der Rückgang der Vorwoche von 6,490 Millionen Barrel wieder nahezu wettgemacht und die Markterwartungen eines Rückgangs von 1,9 Millionen Barrel übertroffen.

    OPEC-Entscheidung rüttelt Märkte durch
    Zuvor hatte die OPEC+ bei ihrer virtuellen Sitzung am vergangenen Sonntag einige weitreichende Beschlüsse getroffen, die seitdem die Ölmärkte kräftig durchrütteln. So sollen die seit Juli 2023 geltenden und Anfang 2024 nochmals verstärkten freiwilligen Produktionskürzungen von acht Ländern in Höhe von insgesamt 2,2 Millionen Barrel pro Tag ab den kommenden Oktober 2024 schrittweise zurückgenommen werden.

    Zudem dürfen die Vereinigten Arabischen Emirate zu Lasten der anderen Kartellmitglieder mehr produzieren. Diese Ankündigung sorgte ebenfalls für Sorgen vor einem Überangebot am Markt wie auch die Zusagen Kasachstans, Russlands und nicht zuletzt des Iraks, die bisherige Überproduktion durch kompensierende Kürzungen auszugleichen.

    OPEC-Ölproduktion steigt,…
    Denn einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, ist vor allem der Irak maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass die Rohölproduktion der OPEC im Mai um 145.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum April anstieg. Insgesamt produzierte das Kartell im Mai 26,63 Millionen Barrel pro Tag.

    Die neun OPEC-Mitglieder, die an die Quotenregelung gebunden sind, holten laut der Reuters-Umfrage im Mai rund 250.000 Barrel pro Tag mehr aus dem Boden als im Rahmen der Vereinbarung abgesprochen war.

    ….weil der Irak weiterhin zu viel fördert
    Vor allem der Irak, der zweitgrößte OPEC-Produzent hinter Saudi-Arabien, pumpt ständig Rohöl über seine OPEC+-Quote hinaus, obwohl Bagdad immer wieder versprochen hatte, die Überproduktion der letzten Monate durch zukünftige Produktionskürzungen auszugleichen.

    Erst letzten Monat hatte der Irak der OPEC Pläne hierzu Pläne vorgelegt. Doch trotz der Anfang Mai gemachten Zusagen hat der Irak der Reuters-Umfrage zufolge seine Produktion im vergangenen Monat um rund 50.000 Barrel pro Tag gesteigert.

    Auch Nigeria erhöhte seine Produktion um 50.000 Barrel pro Tag. Nachdem der größte afrikanische Ölproduzent jahrelang die Quoten der OPEC aufgrund vielfacher Probleme unterschritten hatte, wird jetzt wieder eine nachhaltige Produktionssteigerung angestrebt.

    Gedrückte Stimmung an den Ölmärkten erfreut die Verbraucher
    Der von Reuters beobachtete Anstieg der OPEC-Ölproduktion drückt die Stimmung an den Ölmärkten zusätzlich, nachdem man dort bereits die Entscheidungen der OPEC am Wochenende mit Enttäuschung aufgenommen hatte.

    Zudem sind die Sorgen vor einer globalen Konjunkturabschwächung, die die weltweite Ölnachfrage beeinträchtigen könnte, immer noch nicht gänzlich aus den Köpfen der Ölhändler verschwunden. Angesichts dieser angespannten Ausgangslage werden die zuletzt deutlich niedrigeren Preise bei Roh- und Heizöl leichter nachvollziehbar.

    Heizölpreise reagieren mit leichten Aufschlägen 
    Nachdem heute im frühen Handel leichte Aufschläge für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,20 Euro bis +0,60 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Dienstag.

  • Dieselnachfrage in den USA bricht ein – Heizölpreise in Deutschland sinken auf 12-Monats-Tief

    Der nahezu weltweit zu beobachtende Rückgang der Dieselnachfrage ist momentan eines der beherrschenden Themen an den Rohölmärkten. Wie die US Energy Information Administration (EIA) aktuell mitteilt, ist die Dieselnachfrage im März in den USA auf den niedrigsten saisonalen Stand seit 26 Jahren gesunken. Die dem Energieministerium der Vereinigten Staaten untergeordnete Behörde macht dafür eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums verantwortlich.

    EIA senkt Prognose für Dieselnachfrage nochmals
    Nach Angaben der EIA sank die Lieferung von Destillaten (Diesel, Kerosin, Heizöl), die beispielsweise für den Lkw-Verkehr oder die Schwerindustrie unerlässlich sind, auf nach unten korrigierte 3,67 Millionen Barrel pro Tag. Zuletzt waren von der EIA für März noch 3,77 Millionen Barrel pro Tag gemeldet worden – auch dies eine Menge, die zuletzt in COVID-Zeiten nachgefragt wurde.

    US-Energieministerium gibt Benzin aus den Reserven frei
    Um die Benzinpreise zu senken und die Nachfrage anzukurbeln, hatte das US-Energieministerium erst am 21. Mai den Verkauf von 1 Million Barrel Benzin aus ihren Reserven angekündigt. Mit der Freigabe dieser Reserve zwischen dem Memorial Day und dem 4. Juli will die Regierung eine gleichmäßige Kraftstoffversorgung während der Hauptreisezeit sicherstellen.

    Der sich weiter verschlechternde Dieselmarkt in den Vereinigten Staaten stellt für Ölmarktexperten ein besorgniserregendes Signal für die Ölnachfrage im Allgemeinen dar. Vieles deute darauf hin, dass die Öl- und Gasindustrie mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert sein könnte.

    OPEC rechnet mit starker Reisesaison
    Noch im April hatte die OPEC in ihrem Monatsbericht erklärt, dass die weltweite Ölnachfrage im Sommer aufgrund der Erwartung eines steigenden Kraftstoffverbrauchs im Transportwesen und der Urlaubsfahrten voraussichtlich stark sein wird. Das Kartell sprach von „robusten Aussichten für die Ölnachfrage in den Sommermonaten“.

    ADAC: Diesel auf niedrigstem Stand des Jahres
    Bei den Ölpreisen und an den Tankstellen spiegelt sich diese Einschätzung bislang nicht wider. Denn der Zustand des europäischen Dieselmarktes wird von Analysten nicht nur für gut, sondern mittlerweile sogar als überversorgt bezeichnet.

    Wie der ADAC erst vor wenigen Tagen mittgeteilt hatte, sind die Dieselpreise an deutschen Tankstellen auf den niedrigsten Stand des Jahres gefallen. Bei durchschnittlich 1,65 Euro war der Liter letzte Woche so günstig wie zuletzt Mitte Juli 2023. Im Monatsmittel waren es 1,669 Euro und damit 6,2 Cent weniger als im April.

    Heizölpreise in Deutschland sinken auf Jahrestiefstand
    Von der Tatsache, dass die Preise für Gasöl, einem Vorprodukt für Heizöl, gestern zum Wochenauftakt ebenfalls ihren bisherigen Jahrestiefststand ausloteten, profitieren derzeit die Heizölkäufer. Mit einem überre­gional gemittelten Durchschnittspreis bei rund 98 Cent pro Liter Heizöl, wurde schon gestern Vormittag das niedrigste Niveau seit zehn Monaten markiert, heute früh ist Heizöl im bundesdeutschen Mittel so günstig wie seit über einem Jahr nicht mehr.

    Heizölpreise geben weiter nach
    Bei den Heizölpreisen geht es auch am Dienstag im frühen Handel weiter nach unten. Dank eines massiven Preisrutsches an den internationalen Ölbörsen können sich Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute je nach Region über Preisabschläge von -2,30 bis -3,10 Euro/100l gegenüber Montagvormittag freuen.

  • OPEC+ drosselt Ölangebot bis 2025 – Heizölpreise weiter im Rückwärtsgang

    Die Preise an den internationalen Ölmärkten zeigen sich am Montag im frühen Handel bislang kaum verändert. Gestern hatte sich die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre von Russland angeführten Verbündeten (OPEC+) darauf geeinigt, die Produktionskürzungen zu verlängern.

    OPEC will flexibel auf Marktlage reagieren
    Im Vorfeld war bereits damit gerechnet worden, dass die seit langem bestehenden Förderbeschränkungen in Höhe von insgesamt 3,66 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2025 fortbestehen werden. In der Erklärung hieß es, dass die Kürzungen schrittweise auf monatlicher Basis bis Ende 2025 wiederhergestellt werden sollen und dass der Ausstieg je nach Marktentwicklung gestoppt oder rückgängig gemacht werden kann.

    Die Entscheidung, im vierten Quartal wieder zusätzliches Öl auf den Markt zu bringen, könnte sich nach Einschätzung von Analysten als Belastung für die Rohölpreise erweisen. Der Plan, ab Oktober 150.000 Barrel pro Tag in monatlichen Schritten wieder auf den Markt zu bringen, könnte demnach die Bestandsbilanz des vierten Quartals von einem Abbau in einen kleinen Aufbau verwandeln.

    VAE dürfen mehr fördern
    Zudem soll es gemäß der am Sonntag erzielten Vereinbarung den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erlaubt sein, seine Förderquote zwischen Januar und September nächsten Jahres schrittweise um 300.000 Barrel pro Tag anzuheben.

    Wie stark ist der Zusammenhalt innerhalb der OPEC?
    Die Wirksamkeit der OPEC+-Strategie wird nach Ansicht von Marktbeobachtern vom kollektiven Zusammenhalt des Kartells und der tatsächlichen Umsetzung der vereinbarten Kürzungen abhängen. Diskussionen über die Produktionskapazitäten einzelner Länder und die losen Zusagen von Ländern, die bereits früher ihre Kürzungsvorgaben nicht erreicht haben – wie der Irak, Kasachstan und zuletzt Russland -, dürften unter der Oberfläche weiter für Probleme sorgen.

    Jorge Leon, Senior Vice President beim weltweit führenden Energie-Analyseunternehmen Rystad Energy zeigte sich von steigenden Ölpreisen überzeugt. „Wenn sich alle perfekt an die Vorgaben halten und den vollen Beitrag  leisten, dann könnten die Preise meiner Meinung nach in diesem Sommer näher an die 100 Dollar pro Barrel herankommen.“

    OPEC geht von weiter steigender Nachfrage aus
    Während notorischen Überproduzenten innerhalb der OPEC die freiwillige Verlängerung auf dem Papier unterstützen, werden deren tatsächliche Produktionskürzungen wohl davon abhängen, wie sich die physischen Märkte in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 entwickeln. Die OPEC war in ihrem letzten Monatsbericht davon ausgegangen, dass die Ölnachfrage im nächsten Jahr um 800.000 Barrel pro Tag steigen wird.

    An der OPEC-Sitzung, die normalerweise in Wien stattfindet, hatten mehrere wichtige Ölminister des Bündnisses in Riad teilgenommen, nachdem Saudi-Arabien von seinem Plan abgewichen war, die Sitzung ausschließlich online abzuhalten. Trotz der Abwesenheit des traditionellen Mediengedränges nach dem überwiegend virtuell im Internet abgehaltenen Treffen, hatten Beobachter den Eindruck, dass die Reibungen innerhalb des Kartells weiterhin hoch sind.

    Heizölpreise geben nach
    Bei den Heizölpreisen gibt es trotz der gestrigen OPEC-Entscheidung zum Wochenbeginn abermals günstigere Preisen zu vermelden. Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute Morgen leicht nachgeben, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet im frühen Handel je nach Region etwa -0,45 bis -1,05 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch am Freitag.