HeizölNews – Futures-Services

  • Kraftstoffpreise nur leicht verändert – Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel nach wie vor groß

    München (ots)– Die Kraftstoffpreise zeigen ein ähnliches Bild wie in der Vorwoche. Der ADAC ermittelt eine leichte Erhöhung bei Super E10 und eine geringe Senkung bei Diesel. Im bundesweiten Wochenvergleich steigt ein Liter Super E10 um 0,1 Cent auf durchschnittlich 1,248 Euro. Diesel geht demnach um 0,2 Cent zurück, wodurch ein Liter im Bundesschnitt 1,041 Euro kostet. Dadurch bleibt auch die Preisdifferenz zwischen den beiden Sorten ähnlich groß.

    Die für die Entwicklung der Kraftstoffpreise relevanten Rohölnotierungen veränderten sich nur leicht. Ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 40 Dollar und damit über einen Doller weniger als in der Vorwoche. Auch der Dollar-Kurs spielt eine entscheidende Rolle für die Spritpreise und zeigt sich ebenfalls recht stabil. Hier liegt ein Euro nahezu unverändert bei 1,17 Dollar.

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern grundsätzlich, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

     

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    Quelle: https://www.presseportal.de/

  • Libyens Ölproduktion nimmt zu

    In Libyen könnte der seit Jahren andauernde Bürgerkrieg bald beendet sein. Die Ölproduktion des Landes, die seit Januar nahezu stillstand, nimmt wieder zu und damit kommt auch wieder mehr Rohöl auf den Weltmarkt. Dies könnte sich allerdings bald zum Problem entwickeln, denn mit einer coronabedingt extrem schwachen Nachfrage ist der Markt sowieso schon fast überversorgt. Noch mehr Öl könnte die Preise weiter belasten.

     

    Ölblockaden in Libyen aufgehoben
    In Libyen standen sich seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 zwei rivalisierende Lager gegenüber und stürzten das Land in einen jahrelangen Bürgerkrieg. Seit Januar diesen Jahres waren die meisten Ölanlagen des ölreichen Landes blockiert gewesen und die Ölproduktion, welche noch im letzten Jahr etwa 1,2 Millionen Barrel (à 159 Liter) täglich betrug, sank auf zuletzt nur noch etwa 90.000 Barrel am Tag. Für das sowieso schon kriegsgebeutelte Land bedeute der Wegfall der Einnahmen einen weiteren Tiefschlag.

     

    Seit diesem Monat nun gibt es Friedensverhandlungen und die Blockaden wurden offiziell aufgehoben. Entsprechend nimmt die Ölförderung in Libyen wieder zu, genau so wie die Ölexporte, seit an den Verladeterminals wieder Öltanker anlegen und beladen werden dürfen. Zuletzt hieß es von der staatlichen Ölgesellschaft Libyens (National Oil Corp. NOC), die Produktion des Landes liege inzwischen wieder bei 250.000 Barrel am Tag. Die Tendenz ist steigend, da fast täglich neue Raffinerien, Ölbohranlagen und Verladeterminals wieder hochgefahren werden.

     

    Droht eine Überversorgung?
    Libyen ist aufgrund seines Ölreichtums Mitglied der OPEC+. Allerdings war das Land wegen des Bürgerkrieges zuletzt von den Förderkürzungen der Organisation ausgenommen. Diese waren im Frühjahr beschlossen worden, um den massiven Nachfrageeinbruch durch Corona aufzufangen und hatten die Ölpreise in den Sommermonaten erfolgreich stabilisiert. Doch nun könnte es zu Problemen kommen, denn eigentlich hatte die OPEC+ gehofft, die starken Kürzungen sukzessive zurückfahren zu können.

     

    Doch die Welt erholt sich nicht so schnell von der Pandemie wie manch einer gehofft hatte. Im Gegenteil – die Infektionszahlen steigen und neue Lockdowns werden zu einer realen Gefahr für die Nachfrageerholung. Der Markt kann damit im Moment alles gebrauchen, nur nicht mehr Öl. Das ist auch der OPEC+ bewusst, die nun entscheiden muss, ob die Quoten – möglicherweise gegen den starken Widerstand einiger Mitglieder – wieder erhöht werden sollen.

     

    Ausblick
    Die börsengehandelten Rohölpreise sind schon seit geraumer Zeit unter Druck und haben auch gestern ein gutes Stück nachgegeben. Die Heizölpreise sind damit heute ebenfalls etwas niedriger als gestern. Für 100 Liter zahlen Verbraucher heute etwa -0,60 bis -0,80 Euro weniger als gestern.

  • Konflikt um Bergkarabach – Ölpipelines in Gefahr

    Am Wochenende ist der jahrzehntealte Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die ehemals autonome Region Bergkarabach wieder aufgebrochen und führte zu den schlimmsten militärischen Auseinandersetzungen seit 2016. Sollten sich die Kämpfe ausweiten, könnten auch zahlreiche Öl- und Gaspipelines in Mitleidenschaft gezogen werden, die durch das Gebiet verlaufen.

     

    Armenien und Aserbaidschan im Krieg

    Der Streit zwischen den beiden ehemaligen Sowjetstaaten um das südkaukasische Gebiet ist seit dem Zerfall der UdSSR immer wieder aufgeflammt. Bergkarabach zählt völkerrechtlich zu Aserbaidschan, ist allerdings vorwiegend von Armeniern besiedelt. Das überwiegend muslimisch geprägte Aserbaidschan wird im Konflikt von der Türkei unterstützt, während Russland als Schutzmacht für Armenien fungiert.

     

    Inzwischen haben die beiden Länder den Kriegszustand ausgerufen und die internationale Staatengemeinschaft versucht, auf diplomatischem Weg zu schlichten. Sollte dies nicht gelingen, droht nicht nur humanitäre Katastrophe. Denn durch das Gebiet verlaufen zahlreiche große Pipelines, die Öl und Gas in riesigen Mengen transportieren, um die Weltversorgung aufrecht zu erhalten. Im Kriegsfall könnte es hier durchaus zu Beeinträchtigungen kommen.

     

    Gefahr der Pipeline-Ausfälle beschäftigt Ölmarkt

    So verläuft etwa mit der Baku-Tbilisi-Ceyhan Pipeline eine der größten Rohöltransportadern nur wenige Kilometer entfernt von der Grenzregion zu Bergkarabach. Sie kann bis zu 1,2 Millionen Barrel Rohöl täglich vom Kaspischen Meer an die türkische Mittelmeerküste transportieren. Das entspricht einer Menge von fast 191 Millionen Litern. Sollte es im Kriegsfall zu einer Unterbrechung kommen, könnten kurzfristige Versorgungsengpässe die Ölpreise stützen.

     

    Da die börsengehandelten Rohölpreise aber im Corona-Jahr 2020 vor allem unter dem preisdrückenden Einfluss der Pandemie stehen und aufgrund der geringeren Nachfrage nach Öl und Ölprodukten ein recht komfortables globales Angebot vorhanden ist, reagieren die börsengehandelten Rohölpreise bisher noch nicht mit einer Rallye. Die Marktteilnehmer scheinen zu hoffen, dass durch die aktuelle Lage eine Angebotsunterbrechung nicht die massiven Auswirkungen hätte wie zu coronafreien Zeiten.

  • Schimmel vermeiden: Richtig lüften in Herbst und Winter

    Luftfeuchtigkeit reduzieren

    Was meist mit kleinen schwarzen Punkten an der Wand anfängt, kann schnell unangenehm werden. Schimmelbefall in der Wohnung ist weder schön noch einfach in den Griff zu bekommen. Wer rund ums Jahr ein paar Dinge beim Heizen und Lüften beachtet, kann viel für ein gutes Raumklima und damit gegen Schimmelbefall tun. Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat dafür ein paar Tipps zusammengestellt.

     

    Um Schimmelbildung erfolgreich zu verhindern, ist es entscheidend, zu wissen wie Schimmel überhaupt entsteht. Schimmel ist ein Pilz, der wächst, wenn vor allem eine Bedingung erfüllt ist: Feuchtigkeit. Zudem braucht Schimmel einen geeigneten Nährboden, auf dem er gedeihen kann – und das kann auch die Gebäudesubstanz sein. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung von Schimmel sind feuchte Luft und kalte Oberflächen. Je kälter eine Oberfläche ist, umso eher setzt sich die Feuchtigkeit aus der Raumluft dort ab. Also gilt es, beides zu verhindern: kalte Oberflächen ebenso wie zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum.

     

    Besonders an kälteren Bauteilen wie an den Wänden rund um Fenster entsteht Schimmel schnell. Foto: IWO/ Andrey Popov – stock.adobe.com

    Richtiges Lüften und Heizen reduziert die Schimmelgefahr
    Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann nicht verhindert, aber deutlich reduziert werden. Und zwar durch Lüften. Zwar möchten in der kalten Jahreshälfte nur Wenige auf eine warme Wohnung verzichten. Dennoch ist Lüften jetzt wichtig – und zwar am besten mit weit geöffneten Fenstern. Einzelne Fenster auf Kipp verhindern nicht nur einen großzügigen Luftaustausch, sondern können auch Schimmelbildung begünstigen: Die Bauteile in der Nähe des Fensters kühlen aus und Kondenswasser aus der feuchten Raumluft kann sich dort vermehrt absetzen. Und auch das Wäschetrocknen in der Wohnung spielt eine Rolle: Dabei entsteht viel Feuchtigkeit. Wann immer möglich, sollte die Wäsche also draußen getrocknet werden.

     

    Durchzug statt Fenster auf Kipp
    Um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu reduzieren, gibt es ein einfaches Mittel: Stoß- oder Querlüften am besten mit Durchzug. Nur so wird die verbrauchte Luft effektiv erneuert ohne die Wände zu stark auszukühlen. Mindestens zwei Mal am Tag wird empfohlen, ganz grob für etwa fünf bis zehn Minuten an warmen Tagen, in den kühlen Monaten reichen zwei bis drei Minuten aus. Nach dem Lüften sorgt das Aufheizen der kalten und vergleichsweise trockenen Außenluft in der Wohnung dafür, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt.

     

    Raumtemperaturen sollten nicht zu niedrig sein
    Und um die Wände nicht auskühlen zu lassen, ist eine gute Dämmung des Gebäudes von Vorteil. Unverzichtbar ist jedoch die Heizung – und die sollte nicht zu niedrig eingestellt sein. Eine zu geringe Raumtemperatur im Winter begünstigt die Schimmelbildung – zum einen, weil kalte Luft nicht viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und zum anderen, weil nur in einer ausreichend beheizten Wohnung die Wände nicht auskühlen und sich somit an ihnen kein Kondenswasser absetzt.

    Um die zur Schimmelvermeidung hilfreiche Beheizung möglichst sparsam sicherstellen zu können, sollte effiziente Heiztechnik eingesetzt werden. Wer zum Beispiel eine mehr als 20 Jahre Heizung hat, sollte über eine Modernisierung nachdenken. Moderne Öl-Brennwerttechnik wandelt den eingesetzten Brennstoff fast vollständig in Wärme um. Wer noch mehr tun möchte, kann zudem zusätzlich erneuerbare Energie in seine Strom- und Wärmeversorgung einbinden, etwa über eine Solaranlage. Für die Zukunft wird zudem an innovativen Brennstoffen gearbeitet, die ohne fossiles Öl auskommen. Erste Modellvorhaben dazu laufen bereits.

     

    Alle Infos rund um das moderne Heizen gibt es auch www.zukunftsheizen.de.

     

    IWO, 2020

     

    Pressekontakt:

    Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)

    Süderstraße 73 a, 20097 Hamburg

    Tel +49 40 23 51 13-884

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    presse@iwo.de; www.zukunftsheizen.de/presse

    Bildquellen: IWO

     

    Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/presse/schimmel-vermeiden-richtig-lueften-in-herbst-und-winter.html

  • Preisstatistik: Heizölpreise geben weiter nach

    Dem statistischen Preisvergleich zufolge geben die Heizölpreise schon seit einiger Zeit wieder nach. In dieser Woche sorgten die neu aufflammenden Unsicherheiten bezüglich einer zweiten Corona-Welle in Europa für zusätzlichen Preisdruck. Für Verbraucher ist damit jetzt ein guter Zeitpunkt, den Tank voll zu machen.

     

    Heizöl bleibt günstig

    Die Heizölpreise sind in dieser Woche zwar nicht mehr weiter abgerutscht, doch zeigt sich im Monatsvergleich ein Rückgang von -3,20 Euro pro 100 Liter und auf Dreimonatssicht sogar ein Rückgang von fast 5 Euro. Nachdem die Heizölpreise in der Folge des Einbruch im Frühjahr stetig wieder angestiegen waren, bildet sich nun offenbar erst einmal wieder ein Abwärtstrend heraus, der Heizöl für Verbraucher wieder günstiger macht.

     

    Dies zeigt sich auch an der langfristigen Heizölpreisentwicklung, die auch erneut klar macht, wie niedrig die Preise im Vergleich zu den Vorjahresniveaus sind. Der coronabedingte Preisrutsch setzte Anfang März ein und sorgte für einen massiven Einbruch. Anfang Mai setzte dann die langsame Erholung ein, die dann zunächst stagnierte und nun seit September wieder nach unten weist.

     

     

    Richtiger Zeitpunkt zum Bestellen

    Für Verbraucher, die noch Platz im Tank haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich vor dem Winter noch einmal einzudecken. Nicht nur die niedrigen Rohölpreise sorgen momentan nämlich für günstige Preise. Wer Heizöl kauft, profitiert im Moment auch von der temporären Mehrwertsteuersenkung von 19% auf 16%. Außerdem wird mit der Einführung der CO2-Steuer zum neuen Jahr auch für Heizöl ein Aufschlag fällig, der die Preise ab 2021 etwas verteuern wird.

     

    Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. seit 1.Juli 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 2,20 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 25.09.2020

     

  • Kurzer Preisanstieg nach US-Bestandsdaten

    Wie jede Woche gab das US-Energieministerium auch gestern wieder seine aktuellen Zahlen zu den Ölbeständen und der Nachfrageentwicklung des Landes bekannt. In Zeiten der coronabedingten Marktunsicherheit werden diese Daten meist als Indikatoren für die Entwicklung der Nachfrageerholung oder der Versorgungslage gesehen und nehmen so oft direkten Einfluss auf die börsengehandelten Rohölpreise. Gestern sorgte der Wochenbericht des Ministeriums für Preisanstiege, die jedoch recht kurzlebig blieben.

     

    Ölbestände sind gesunken
    In der letzten Woche sind die Ölbestände der USA laut Bericht des Energieministeriums gesunken. Nicht nur bei Rohöl wurden Abbauten verzeichnet sondern auch bei Benzin und Destillaten wie Heizöl. Im Frühjahr waren mit dem Einbruch der Nachfrage die Ölbestände weltweit immer stärker angewachsen und parallel dazu die Preise immer weiter abgerutscht. Die gestern gemeldeten Abbauten waren also von den Marktteilnehmern durchaus gerne gesehen und stützten die Ölpreise etwas.

     

    Ebenso erfreut wurden die Daten zur Nachfrageentwicklung an den Ölbörsen aufgefasst. Seit Corona im Frühjahr für eine komplette Vollbremsung bei der globalen Wirtschaft gesorgt hatte, ist die Erholung der Nachfrage nach Öl und Ölprodukten das große Sorgenkind an den Märkten. Laut Bericht des US-Energieministeriums hat die Gesamtnachfrage in den USA in der letzten Woche um 1,4 Millionen Barrel zugenommen und liegt damit bei 18,4 Millionen Barrel am Tag (ein Barrel entspricht etwa 159 Litern). Erst im Vergleich zur Vorjahreswoche wird jedoch klar, wie sehr die Nachfrageerholung hinterherhinkt. 2019 betrug die Nachfrage in der dritten Septemberwoche 21,2 Millionen Barrel.

     

    Stürme an der Golfküste beeinflussen Daten
    Den Marktteilnehmern ist allerdings auch bewusst, dass die Daten des Ministeriums mit Vorsicht genossen werden müssen. Die US-Golfküste wird dieses Jahr von einer ungewöhnlich starken Sturmsaison heimgesucht. In den letzten Tagen und Wochen sind immer wieder Hurrikane und Tropenstürme über die Südküste der USA hinweggefegt. Viele Ölplattformen mussten evakuiert werden, Raffinerien in den Küstengebieten haben ihren Betrieb sicherheitshalber reduziert oder ganz eingestellt.

     

    Die Bestandsdaten sorgten kurz nach ihrer Veröffentlichung gestern Nachmittag erst einmal für einen Kursanstieg an den Ölbörsen. Allerdings war dieser nur von kurzer Dauer. Das Damoklesschwert Corona-Pandemie schwebt wieder deutlich sichtbarer über den Köpfen der Marktteilnehmer und lässt sie vor Kaufentscheidungen zurückschrecken. Hinzu kommt die Skepsis bezüglich der Verzerrungen durch die Stürme der letzten Tage, so dass die Preissteigerungen nur von kurzer Dauer waren.

     

    Ausblick
    Da die kurzfristigen Kursanstiege an den Rohölbörsen sich nicht durchsetzen konnten, zeigen sich heute bei den Heizölpreisen im Bundesgebiet kaum Veränderungen. 100 Liter kosten heute im Vergleich zu gestern Vormittag etwa ±0,00 bis +0,20 Euro. 

  • Spritpreise: Differenz beider Kraftstoffe über 20 Cent Diesel und Benzin je mit leichtem Anstieg im Wochenvergleich

    München (ots)

    An den Zapfsäulen macht sich ein leichter Anstieg bei den Kraftstoffpreisen bemerkbar. Der ADAC errechnet im bundesweiten Mittel für einen Liter Super E10 einen Preis von 1,247 Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 1,2 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Auch der Preis für einen Liter Diesel steigt demnach im Wochenvergleich um 0,2 Cent und kostet im Bundesschnitt 1,043 Euro.

    Die Preisdifferenz zwischen beiden Kraftstoffen vergrößert sich abermals und steigt auf 20,4 Cent. Damit klettert sie erstmals seit Langem wieder über die 20-Cent-Marke.

    Die Rohölnotierungen, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise haben, bewegten sich nur leicht. Ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 42 Euro. Neben der Rohölnotierung spielt auch der Dollar-Kurs eine wichtige Rolle. Im Moment liegt ein Euro bei rund 1,17 Dollar und damit einen Cent niedriger als in der Vorwoche.

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern grundsätzlich, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

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    Quelle: www.presseportal.de

  • OPEC muss Entscheidungen treffen

    Die Organisation erdölproduzierender Länder und ihre Partnerstaaten (OPEC+) hat im Frühjahr auf den massiven Preissturz an den Ölbörsen reagiert und historisch starke Produktionskürzungen beschlossen. Die OPEC+ nutzt dieses Mittel traditionell, um die weltweiten Ölmengen zu kontrollieren und damit Einfluss auf die Ölpreise zu nehmen. Je weniger Öl den Markt überschwemmt, desto weniger rutschen die Preise in den Keller. Doch nun steht die OPEC+ vor der Frage, wie es mit den Kürzungen weiter gehen soll.

     

    OPEC steht vor großen Herausforderungen

    Die Corona-Krise ist längst nicht vorbei, dessen ist sich auch die OPEC+ bewusst. Dennoch hatte man im Juli beschlossen, die ursprünglich auf 9,7 Millionen Barrel täglich (à 159 Liter) festgelegten Kürzungen etwas zu lockern und den Mitgliedern zu erlauben, wieder knapp 2 Millionen Barrel am Tag mehr zu produzieren. Die Nachfrageerholung in den Sommermonaten hatte diese Maßnahme gerechtfertigt. Doch inzwischen tauchen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Corona-Zahlen steigen wieder und die Gefahr neuer Lockdowns, die die Nachfrage wieder zum Einbruch bringen könnten, steigt. Doch das ist nicht das einzige Problem, dem sich die OPEC+ gegenüber sieht:

     

    • Überproduktion der Mitgliedsstaaten
      Es ist ein altbekanntes Problem in den Reihen der OPEC+, dass manche Staaten sich nicht oder nur teilweise an ihre auferlegten Förderquoten halten. Der Irak ist nur einer der Kandidaten, die traditionell über den Produktionsbeschränkungen liegen. Im vergangenen und laufenden Monat haben nun außerdem die Vereinigten Arabischen Emirate mehr Rohöl gefördert, als besprochen. All die „Quotenbrecher“ haben zugesagt, Kompensationskürzungen durchzuführen, doch die Mehrmenge ist nun erst einmal da und muss vom Markt aufgenommen werden – ein Faktor, der die Ölpreise belastet.
    • Iran steigert Fördermenge
      Neu ist nun die Produktionssteigerung des Iran. Zwar handelt es sich nur um eine begrenzte Zusatzproduktion, doch wegen der US-Sanktionen gegen das Land förderte der Iran in den letzten Monaten bzw. Jahren deutlich weniger, als möglich war. Die OPEC+ Gruppe wird gegen diese Mengen also wenig sagen können. Die Summen kumulieren sich allerdings, sodass die Produktion doch deutlich zunehmen könnte, insbesondere wenn nun auch noch Libyen seine Förderung hochfahren kann.
    • Libyen: Das große Fragezeichen
      Das Land förderte zuletzt wegen politischer Unruhen kaum noch Öl – nur um 100.000 B/T. Doch nun soll es zu Friedensverhandlungen kommen und die Blockaden an den Ölanlangen des Landes, die seit Januar die Ölförderung nahezu lahmgelegt hatten, werden aufgehoben. Libyen besitzt also großes Produktionspotenzial, sobald die Anlagen freigegeben sind und ihre Förderung aufnehmen dürfen. Dann könnten bis zu 1 Mio. B/T zusätzlich auf den Markt kommen, wogegen die OPEC+ Gruppe ebenfalls kaum Einwände haben kann, denn schließlich blieb das Land über lange Zeit unter seinen Möglichkeiten und trug prozentual mehr als jedes andere OPEC Mitglied zu den diesjährigen Produktionskürzungen bei.

     

    Nachfragedelle im Oktober erwartet
    Die globale Nachfrageentwicklung kommt unterdessen ins Stocken. Die rasche Erholung aus dem Frühling und Sommer hat sich nach den Sommerferien zum Herbst deutlich abgeschwächt. Für den kommenden Monat wird sogar ein Rückgang von 96,65 Mio. B/T im September auf 96,44 Mio. B/T im Oktober erwartet. Dies wäre der erste Rückgang seit April, als die Corona-Pandemie zu globalen Lockdowns führte.

     

    Die OPEC wird sich nun also fragen müssen, wie der Markt die sinkende Nachfrage und die steigende Produktion aus den eigenen Reihen verkraften kann. Eine verschärfte Produktionskürzung der OPEC+ dürfte aber wohl notwendig werden. Eine bessere Einhaltung der Quotentreue ist der Minimalkonsens und wohl das wahrscheinlichste Ergebnis beim nächsten Treffen der Gruppe in wenigen Wochen. Die Marktteilnehmer könnten davon allerdings enttäuscht sein, denn eine reine Beibehaltung der Quoten könnte aus deren Sicht nicht ausreichen und die börsengehandelten Rohölpreise wieder in den Keller schicken.

  • Zweite Corona-Welle in Europa?

    Mit den nahenden Wintermonaten steigen auch die Infektionszahlen weltweit wieder rapide an. Vor allem die vielen Neuinfektionen in Europa bereiten dabei Sorge. Denn nachdem man mit den flächendeckenden Lockdowns im Frühjahr die Ausbreitung des Virus gut eindämmen und die Wirtschaft schnell wieder öffnen konnte, wächst nun die Angst vor neuen Beschränkungsmaßnahmen. Die Ölpreise knicken unter dieser Last erneut ein.

     

    Angst vor neuen Lockdowns belastet Ölpreise

    Der Nachfrageschock vom Frühjahr ist den Marktteilnehmern noch sehr präsent. Mit der globalen Vollbremsung, die die Pandemie mit sich brachte, stürzten auch die Ölpreise auf historische Tiefststände. Zwischenzeitlich wurde amerikanisches Rohöl sogar zu Minuspreisen gehandelt, da die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten schlagartig wegbrach, die Produktion aber zunächst weiterging. Die Ölproduzenten wurden ihre Ware schlicht nicht los und der Lagerraum wurde auf der ganzen Welt knapp und knapper.

     

    Mit der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft erholten sich dann auch die Ölpreise wieder, da die Ölnachfrage entsprechend anstieg. Gleichzeitig beschloss die OPEC gemeinsam mit ihren Partnerstaaten (OPEC+) Förderkürzungen in historischem Ausmaß, die der Überversorgung entgegenwirkten und sehr unmittelbare Wirkung zeigten. An den Ölbörsen herrschte zwischenzeitlich viel Optimismus, dass das Schlimmste geschafft und die Corona-Krise bald überwunden sei.

     

    Doch nun demonstriert das Virus einmal mehr, dass es nicht einfach verschwindet, sondern die Welt so lange begleiten wird, bis es einen wirksamen Impfstoff gibt. Aktuell sind weltweit 7,5 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt. Knapp 1 Millionen Menschen sind inzwischen an dem Virus gestorben. Experten rechnen damit, dass in den nächsten Wochen – mit den steigenden Infektionszahlen – auch die Todeszahlen wieder steigen werden.

     

    Im Lichte dieser beunruhigenden Zahlen steigt auch die Angst, dass es ohne neue Lockdowns und strenge Beschränkungen nicht gehen wird. Auch wenn die Regierungen der meisten Länder betonen, dass sie flächendeckende Lockdowns wie im Frühjahr um jeden Preis verhindern wollen, ziehen doch die ersten Regierungen ihre Maßnahmen wieder deutlich an. Neue Grenzschließungen werden mit der stetig wachsenden Zahl von Risikogebieten ebenfalls wieder wahrscheinlicher.

     

    Ausblick

    Die Ölbörsen geben mit den steigenden Nachfragesorgen deutlich nach und so rutschten die börsengehandelten Rohölpreise zum gestrigen Wochenauftakt wieder ein gutes Stück ab. Entsprechend reagieren auch die Heizölpreise im Inland und so ist Heizöl heute im Vergleich zu gestern ein gutes Stück günstiger zu erwarten. Für 100 Liter zahlen Verbraucher heute im Durchschnitt -0,25 bis -0,40 Euro weniger als gestern Vormittag.

  • Tropensturm Beta folgt Hurrikan Sally

    Die USA sind zur Zeit besonders gebeutelt von Naturkatastrophen in nie dagewesenem Ausmaß. Während die Westküste des Landes von schweren Waldbränden verwüstet wird, zieht im Golf von Mexiko nach Hurrikan Sally letzte Woche nun erneut ein Tropensturm heran. Die Ölanlagen und Raffinerien des Landes müssen somit länger stillstehen.

     

    Hurrikansaison im Atlantik

    Die atlantische Hurrikansaison, in der sich die meisten Stürme und Hurrikane bilden, beginnt im Juni und endet im November. In diesem Jahr warnten Meteorologen schon früh vor einer außergewöhlich heftigen Hurrikansaison, die den Golf von Mexiko und die angrenzenden Länder betrifft.

     

    Dies scheint sich nun zu bestätigen, denn nachdem in der letzten Woche erst Hurrikan Sally mit Wucht auf die US-Küstengebiete traf, hat sich nun mit Tropensturm Beta eine neue Wetterbedrohung gebildet. Der Sturm wird wohl Montag Abend (Ortszeit) an der Küste von Texas auf Land treffen.

     

    Gefahr für Ölanlagen und Ölpreise

    Unabhängig von den katastrophalen humanitären Folgen, die Stürme diesen Ausmaßes meist für die Bevölkerung haben, sind im Golf von Mexiko auch immer wieder Ölanlagen betroffen. In Texas und Louisiana befindet sich ein Großteil der US-Raffinerien und vor der Küste werden zahlreiche Ölbohrinseln betrieben. Diese werden bei herannahenden Stürmen heruntergefahren und evakuiert.

     

    Die Ölpreise steigen damit üblicherweise erst einmal an, da weniger Öl immer die Gefahr einer Unterversorgung birgt. Dieser Preisanstieg bleibt kurzfristig, wenn es nicht zu stärkeren Beschädigungen an den Anlagen kommt, die längere Reparaturarbeiten erfordern. Vielen dürfte dabei Hurrikan Harvey von 2017 noch in Erinnerung sein, dessen Folgen die Anlagenbetreiber und Raffineure noch Monate später beschäftigten.

     

    Welche Auswirkungen Tropensturm Beta auf die Ölanlagen haben wird, muss die Zukunft zeigen. Klar ist aber, dass die schnelle Folge der vielen Stürme und Hurrikane der letzten Wochen die Ölpreise belastet, denn die Ölproduktion an der US-Golfküste kann, solange Sturmwarnungen herrschen, nicht in normalem Maße weiter gehen. Damit steigt auch die tatsächliche Gefahr einer Unterversorgung immer weiter an.