HeizölNews – Futures-Services

  • Rohöl wird teurer – Inlandspreise gehen mit nach oben

    Am Donnerstag zeigte sich bei den börsengehandelten Rohölpreisen deutliches Aufwärtspotenzial. Spätestens nach einem kleinen Kursrutsch am Nachmittag drehte sich der Wind und die Preise schnellten nach oben. Die Produktionskürzungen der OPEC sowie die angekündigten weiteren freiwilligen Kürzungen von Saudi-Arabien haben die Versorgungslage am Markt deutlich verknappt, so dass die Marktteilnehmer eher mit einer Unterversorgung und deshalb mit steigenden Preisen rechnen.

     

    Europäische Rohölsorte Brent bei 70 Dollar?

    Auch viele Experten scheinen inzwischen wieder davon auszugehen, dass Rohöl im Jahresverlauf teurer wird. Laut der Finanzexperten der Bank of America Merrill Lynch senkt die Kombination aus freiwilligen Produktionskürzungen von Ländern wie Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie den unfreiwilligen Ausfällen wie im Iran oder Venezuela das Angebot deutlich.

     

    Die US Investmentbank rechnet damit, dass das Ölangebot der OPEC Ende 2019 rund 2,5 Millionen Barrel (à 159 Liter) unter dem Niveau von Ende 2018 liegen wird. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent sollte für das Gesamtjahr dann bei etwa 70 Dollar liegen, so die Prognose der Analysten. Aktuell wird ein Barrel Brent bei etwa 64,93 Dollar gehandelt und der bisherige Jahresdurchschnitt liegt bei 60,94 Dollar.

     

    10 Dollar Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Ölkontrakten

    Vor Allem die an der Londoner Börse gehandelte europäische Referenzsorte Brent befindet sich im Aufwärtstrend. Die Amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate WTI tut sich dabei etwas schwerer, denn die boomende US Ölproduktion bremst den Preisanstieg hier etwas aus. Im Augenblick liegt der Preisunterschied zwischen den beiden Sorten bei etwa 10 Dollar. Im Januar waren es noch 8,40 Dollar gewesen.

     

    Dieser Preisunterschied macht die US Rohölsorte für Käufer außerhalb der USA attraktiver, da er die Transportmehrkosten nach Asien aufwiegt. Mehr Exporte könnten die US Rohölbestände in den kommenden Wochen dann stark drücken, da auf der anderen Seite auch die Importe aus Saudi-Arabien enorm abgenommen haben. Sollten die US Ölbestände sinken, könnte dies den Preisen einen weiteren Schub nach oben geben.

     

    Ausblick

    Mit den steigenden Preisen an den Ölbörsen sind auch bei den Heizölpreisen Aufschläge zu erwarten. Für 100 Liter bezahlen Verbraucher heute etwa +0,10 bis +0,25 Euro mehr als gestern morgen.

  • Wohlfühlklima im Bad: Die passende Heizung finden

    Berlin (ots)

    Eine kleine Wellness-Auszeit im Badezimmer tut in der kalten Jahreszeit besonders gut. Vor allem, wenn moderne Heiztechnik schnell und bequem für angenehme Wärme sorgt. Über die verschiedenen Optionen für Badheizungen informiert das Onlineportal „Intelligent heizen“.

     

    Wohltemperierte Fliesen, vorgewärmte Badetücher, beheizte Spiegelflächen: Das moderne Bad dient nicht allein der Körperpflege, sondern bietet Wellness in den eigenen vier Wänden. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an die Badheizung. Sie sollte mit möglichst wenig Energie für wohlige Wärme sorgen – und dabei im besten Fall auch gut aussehen. Eine weitere Herausforderung: Die Wohlfühltemperatur liegt im Badezimmer meist höher als in anderen Räumen. Zwar muss diese nicht den ganzen Tag gehalten, dafür aber morgens und abends möglichst schnell erreicht werden.

     

    Badheizung – mit Warmwasser oder Strom

    Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Bad zu beheizen: mit Warmwasser oder mit Strom. Bei der klassischen Warmwasser-Variante wird ein Badheizkörper oder auch eine Fußbodenheizung an die Zentralheizung angeschlossen. Die Wärme des Heizkessels gelangt über Rohrleitungen ins Bad. Auf diese Weise lassen sich gerade große Bäder gut heizen. Allerdings wird die Zentralheizung außerhalb der Heizperiode oft abgestellt. Dadurch bleibt auch das Bad kalt. Außerdem benötigt eine Warmwasser-Fußbodenheizung relativ lang, um die gewünschte Temperatur im Raum zu erreichen.

     

    Eine alternative Lösung sind elektrisch betriebene Badheizungen. Sie funktionieren unabhängig von der Zentralheizung und sorgen schnell für Wärme. Elektroheizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen, ob als Handtuchheizkörper oder als Fußbodenheizung. Eine spezielle Variante sind Infrarotheizkörper. Die damit erzeugte Strahlungswärme wird als besonders behaglich empfunden. Wegen ihrer flachen Bauweise kommen sie auch als Gestaltungselement zum Einsatz. Zum Beispiel geben sie in Form eines großen Spiegels angenehme Wärme ab und verhindern gleichzeitig ein Beschlagen de Glasfläche.

     

    Mit dem Fachhandwerker die passende Lösung finden

    Das Heizen mit Strom ist jedoch meist teurer als die Versorgung mit Wärme aus dem Heizkessel. Gerade bei größeren Räumen kann eine elektrische Badheizung allein hohe Kosten verursachen. Oftmals bietet sich daher eine Kombination aus Warmwasser- und Elektroheizung an. So lassen sich die jeweiligen Vor- und Nachteile ausgleichen. Auch gibt es heute zum Beispiel Handtuchheizkörper, die wahlweise mit Strom oder Warmwasser betrieben werden können. Damit wird das Bad auch bei abgestellter Zentralheizung schnell warm.

     

    Welche Technik sich am besten eignet, hängt stark vom energetischen Zustand des Hauses und der Größe des Badezimmers ab. Bei einer geplanten Badsanierung sollte daher unbedingt der Fachhandwerker einbezogen werden. Über das Serviceportal www.intelligent-heizen.info können Verbraucher nach Handwerksbetrieben in ihrer Nähe suchen.

     

    Über „Intelligent heizen“

    Die verbraucherorientierte Plattform „Intelligent heizen“ ist ein Angebot des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik VdZ. Seit 2007 informiert das Serviceportal technologieoffen und energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche Heizungsmodernisierung. Bildmaterial in Druckqualität erhalten Sie unter www.intelligent-heizen.info. Tipps für energiesparendes Heizen und aktuelle Informationen gibt es auch auf Facebook.

     

    Pressekontakt:

    Corinna Olszok | KOMPAKTMEDIEN Agentur für Kommunikation GmbH
    Telefon: 030 308811-28 | E-Mail: presse@kompaktmedien.de

     

    Quelle: https://www.presseportal.de/

     

  • Tanken wird wieder teurer – Geringer Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel

    München (ots)

    Nachdem sich Autofahrer seit November über sinkende und zuletzt stagnierende Kraftstoffpreise freuen durften, sind diese inzwischen wieder leicht gestiegen. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,317 Euro und damit 0,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich um 0,7 Cent auf 1,247 Euro pro Liter. Die durchschnittliche Preisspanne zwischen beiden Sorten hat sich noch einmal verringert und beträgt nur noch 7,0 Cent.

     

    Ein Grund für den Anstieg ist die Entwicklung am Devisenmarkt: Während der Rohölpreis bei rund 63 Dollar stagniert, wird der Euro mit Kursen von 1,13 Dollar etwas leichter gehandelt.

     

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt den Wettbewerb zwischen den Anbietern. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

     

    Mit dem ADAC Vorteilsprogramm günstiger tanken: ADAC Mitglieder bekommen einen Cent Rabatt pro Liter Kraftstoff – an jeder fünften Tankstelle in Deutschland. Alle Infos dazu unter www.adac.de/mitgliedschaft/mitglieder-vorteilsprogramm.

     

    Pressekontakt:

    ADAC Newsroom
    T +49 89 76 76 54 95
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  • Preise klettern nach oben – USA warnen vor Ölkäufen aus Venezuela

    Mit dem abgewendeten Regierungsshutdown in den USA sind die Marktteilnehmer positiv gestimmt und hoffen nun auf eine ebenfalls schnelle Einigung im Handelsstriet mit China. Somit stiegen die Preise im gestrigen Tagesverlauf stetig an. Auch der gestern erschienene Monatsbericht der International Energy Agency IEA gab einen preissteigernden Impuls, da ein Produktionsrückgang im Januar gemeldet wurde. Der Bestandsbericht des Amerikanischen Energieministeriums DOE konnte dagegen auch nichts mehr ausrichten, obwohl er eigentlich klar preissenkende Signale sendete. Die Marktteilnehmer scheinen mit den Nachrichten aus den USA und den konsequent umgesetzten Kürzungen der OPEC nicht an sinkenden Preise zu glauben.

     

    US Bestandsdaten

    Überraschend meldete das Amerikanische Energieministerium gestern Aufbauten bei Rohöl und Ölprodukten. Vor allem die hohen Rohölbestäände, die im Vergleich zur Vorwoche um 3,6 Millionen Barrel (à 159 Liter) gestiegen sind, erklären sich durch die gleichzeitig gesunkene Raffinerieauslastung in den USA. Dies hängt mit Wartungsarbeiten zusammen, die üblicherweise in dieser Jahreszeit stattfinden.

     

    Die Marktteilnehmer scheinen sich davon jedoch nicht verunsichern zu lassen. Es gilt, die Entwicklung bei den Importzahlen im Auge zu behalten. Wenn diese weiterhin auf dem aktuell recht niedrigen Niveau bleiben und im nächsten Monat die Raffinerieauslastung wieder zunimmt, so dürfte sich der Trend bei den Rohölaufbauten im März schnell in starke Abbauten umkehren. Diese würden die Preise dann stützen.

     

    Venezuela sucht nach anderen Abnhemern für Öl

    Die Regierung um den umstrittenen Präsidenten Nicolas Maduro versucht, die Sanktionen der USA zu umgehen und sieht sich nach anderen Abnehmern für ihr Rohöl um. Der venezolanische Ölminister Manuel Quevedo hat nun bei einem Besuch in Indien angekündigt, dass man mehr Rohöl in den schnell wachsenden indischen Markt verkaufen wolle. Man habe eine gute Beziehung zu Indien und wolle diese ebenso wie den generellen Handel zwischen den Nationen weiter ausbauen. Indien bezog zuletzt etwa 400.000 Barrel an Rohöl aus Venezuela und ist damit einer der größten Rohölabnehmer des Landes.

     

    Der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, warnte daraufhin davor, weiter Öl aus Venezuela zu kaufen. Länder und Firmen, die Maduro beim Diebstahl der venezolanischen Ressourcen weiter helfen, würde man nicht vergessen, so Bolton. Die USA würden weiter alle ihre Möglichkeiten einsetzen, um das Vermögen der venezolanischen Bevölkerung zu bewahren, und man fordere alle anderen Länder dazu auf, das Gleiche zu tun.

     

    Ausblick

    Mit den steigenden Rohölpreisen dürfte es heute auch im Inland zu Preisaufschlägen kommen. 100 Liter kosten heute voraussichtlich +0,50 bis +0,70 Euro mehr als gestern Morgen.

  • Saudi-Arabien will Ölförderung noch stärker Kürzen – leichte Preisanstiege an den Ölbörsen

    Am gestrigen Dienstag veröffentlichten sowohl die OPEC als auch das Amerikanische Energieministerium EIA ihre Monatsberichte. Beide zeigen, dass die OPEC die im letzten Jahr beschlossenen Förderkürzungen sehr konsequent umsetzt. Allerdings warnen beide Organisationen vor einer Überversorgung, denn vor Allem die Produktion in nicht zur OPEC gehörenden Ländern wächst stetig.  Saudi-Arabien meldete daraufhin, dass man vorhabe, die Fördermengen im März noch stärker zu drosseln. An den Ölbörsen machten die Preise daraufhin einen Satz nach oben, konnten sich dann aber vor Handelsschluss wieder etwas erholen.

     

    Monatsberichte von OPEC und US Energieministerium

    Die Monatsberichte der OPEC der EIA beinhalteten sowohl preisstützende als auch preissenkende Faktoren, sodass sie an den Ölbörsen gestern erst einmal keinen direkten Einfluss auf die Preise hatten. Wenig überraschend bestätigten beide Organisationen, dass die Förderkürzungen der OPEC und ihrer Partner Wirkung zeigen.

     

    Zu verdanken ist dies vor Allem Saudi-Arabien, die mit Abstand den größten Teil der Kürzungen tragen und schon jetzt mehr Menge vom Markt genommen haben als vereinbart. Laut Ölminister Khalid al-Falih wolle man nun das aktuelle Niveau von 10,2 Millionen Barrel täglich (à 159 Liter) nochmals um 0,4 Millionen Barrel senken. Den Saudis ist an einem höheren Ölpreis gelegen, um den eigenen Staatshaushalt auszugleichen.

     

    Der OPEC bleibt letztlich sowieso nichts anderes übrig, als weiterhin die Fördermengen zu kürzen, denn das Produktionswachstum außerhalb des Kartells nimmt stetig zu, vor allem in den USA. Somit steigt das Angebot, während die Nachfrage voraussichtlich sinken wird. Die Kürzungen des Kartells sorgen daher weniger für eine knappe Marktlage, sondern sind eher ein Kampf gegen die ständig drohende Überversorgung.

     

    Heute erscheint noch der Monatsbericht der International Energy Agency IEA. Überraschendes wird hier allerdings auch nicht erwartet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er die Daten der beiden gestrigen Reports bestätigen.

     

    Kein neuer Shutdown in den USA

    In Washington scheint man einen Kompromiss im Haushaltsstreit gefunden zu haben, der einen neuerlichen Shutdown, also eine Schließung aller Regierungseinrichtungen, verhindert. Er beinhaltet fast 1,4 Milliarden Dollar für Donald Trumps geplante Grenzmauer nach Mexiko, was deutlich hinter den von ihm geforderten knapp 6 Milliarden liegt. An dieser Summe hatte sich der Haushaltsstreit entzündet, da der mehrheitlich demokratische Senat der Forderung des überwiegend republikanischen Repräsentantenhauses nicht zustimmen wollte.

     

    An den Finanzmärkten sorgt die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern für positive Stimmung, denn der Shutdown hatte die Wirtschaft stark belastet. Auch die Ölnachfrage hätte somit unter einer erneuten Regierungsschließung gelitten. Die Marktteilnehmer hoffen, dass es nun vielleicht auch im Handelsstreit mit China zu einer Einigung kommen könnte. Ab März sollen die Strafzölle gegen China signifikant angehoben werden, was Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum stark belasten und somit die Preise drücken würde. Eventuell könne diese Deadline aber nun verschoben werden, so die Hoffnung.

     

    Ausblick

    Für 100 Liter Heizöl müssen Verbraucher heute mit leichten Aufschlägen zwischen +0,15 bis +0,25 Euro im Vergleich zu gestern morgen rechnen.

  • Spritpreise in den Bundesländern nähern sich an – Tanken in Mecklenburg-Vorpommern am günstigsten

    München (ots)

    Wie bereits im Januar ist Tanken auch Mitte Februar in Mecklenburg-Vorpommern am günstigsten. Während Autofahrer in Bremen für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,325 Euro bezahlen müssen, kostet dieselbe Menge in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich nur 1,283 Euro und damit 4,2 Cent weniger. Noch größer ist die Differenz bei Diesel: Hier liegt der Literpreis in Mecklenburg-Vorpommern im Landesschnitt mit 1,205 Euro um 5,9 Cent unter dem teuersten Bundesland Bayern (1,264 Euro).

    Die Preisunterschiede zwischen den Bundesländern haben sich gegenüber den Vormonaten deutlich verringert. Im Januar lag die Spanne zwischen teuerstem und billigstem Bundesland noch bei 6,0 Cent (Super E10) beziehungsweise 10,1 Cent (Diesel). Im Dezember betrug die Differenz bei Benzin sogar 14,9 und bei Diesel 14,6 Cent.

    In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Dienstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

    Mit dem ADAC Vorteilsprogramm günstiger tanken: ADAC Mitglieder bekommen einen Cent Rabatt pro Liter Kraftstoff – an jeder 5. Tankstelle in Deutschland. Alle Infos dazu unter www.adac.de/mitgliedschaft/mitglieder-vorteilsprogramm.

    Pressekontakt:

    ADAC Newsroom
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle: Presseportal.de

  • Börsen Auf und Ab ohne dauerhafte Richtung – Besetztes Ölfeld in Libyen unter Kontrolle

    An den Ölbörsen herrscht nach wie vor ein Spannungsfeld zwischen widerstreitenden Faktoren. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die trüben Aussichten für das weltweite Wirtschaftswachstum belasten die Preise und lassen die Marktteilnehmer befürchten, dass es im Laufe des Jahres ein Überangebot an Öl geben könnte. Gleichzeitig wirken die Kürzungen der OPEC und ihrer Partner dagegen, genauso wie die US Sanktionen gegen Venezuela und den Iran, die tendenziell Mengen vom Markt nehmen und Öl damit teurer machen. Bisher kann sich keiner dieser Einflussfaktoren durchsetzen und so nimmt die Volatilität, also die Schwankungsintensität, an den Börsen zwar zu, aber nachhaltige Preisveränderungen gibt es nicht.

     

    Libyens Ölfeld unter Kontrolle

    Monatelang hatten bewaffnete Besetzer das größte Ölfeld in Libyen eingenommen. Nun scheint es, als sei es der Libyan National Army (LNA) gelungen, die Kontrolle komplett zurückzugewinnen. Man habe mit den Wachen und bewaffneten Demonstranten, die das Feld seit Anfang Dezember blockierten, eine Einigung ausgehandelt, heißt es. Die Besatzer hatten unter anderem mehr Lohn und Fördermittel für ihre Region gefordert.

     

    Wie es nun weiter geht ist allerdings noch völlig offen. Ob und wann das Ölfeld wieder in Betrieb genommen werden kann ist noch ebenso unklar wie die Frage, ob man bereit sein wird, die Kontrolle über das Ölfeld an die Regierung in Tripolis zu übergeben. Seit Jahren schon tobt ein erbitterter Bürgerkrieg in Libyen, und die LNA steht mit ihrem Kommandanten Khalifa Haftar gegen die international anerkannte Regierung in der Hauptstadt.

     

    Das Ölfeld hat eine Kapazität zwischen 300.000 und 350.000 Barrel (à 159 Liter) und ist seit Anfang Dezember abgeschaltet. Ein zweites, damit verbundenes Ölfeld mit einer Kapazität von rund 70.000 Barrel bleibt dadurch ebenfalls außer Betrieb. Die Förderung Libyens ist aufgrund der Ausfälle auf unter eine Millionen Barrel gesunken.

     

    Ausblick

    Bei den Inlandspreisen gibt es kaum Preisveränderungen im Vergleich zu gestern. Zwischen -0,15 Euro bis +0,15 Euro für 100 Liter ist heute alles drin.

  • Heizölpreis: Seitwärtsbewegung seit 5 Wochen – Preisniveau günstiger als in 2018

    Die Ölpreise sind zum Wochenstart zwar etwas teurer als am vergangenen Freitag, insgesamt haben sich die Preise in den letzten 5 Wochen allerdings in einer Seitwärtsbewegung eingependelt und sind damit wenig verändert. Im mittelfristigen Vergleich und auch im Vergleich mit dem Jahresmittel aus 2018, ist das jetzige Niveau dennoch äußerst attraktiv. Bei Bestellungen gilt aber besonders für Zocker, dass man längere Lieferzeiten zu einkalkulieren muss.

    Preise in 2019 bisher günstig

    Nach den Tiefstpreisen zum Jahreswechsel zogen die Heizölpreise Anfang Januar an. Produktionskürzungen der OPEC hatten die Preise damals gestützt, doch seitdem tut sich nicht mehr besonders viel. Der deutschlandweite Durchschnittspreis für Heizöl bewegt sich seit dem 08. Januar in einer Spanne zwischen 64,03 Euro/100 Liter und 66,44 Euro/100 Liter. Heute liegt der deutschlandweite Durchschnittspreis bei etwa 65,90 Euro/100 Liter innerhalb dieses Seitwärtstrends, der bereits seit 5 Wochen anhält.

    Im kurzfristigen Vergleich zeigt sich, dass dieses Preisniveau relativ günstig ist. Der Wochentrend zeigt keine große Veränderung an, im Monatsvergleich lässt sich aber immerhin ein knappes Prozent sparen. Besonders groß sind die Preisvorteile im 3 Monatsvergleich. Wir wird eine Ersparnis von mehr als 22% angezeigt. Auch im Vergleich mit dem Durchschnittspreis von 2018, der bei etwa 69,39 Euro/100 Liter liegt, ist der jetzige Preis mit einem Preisvorteil von etwa 6,5% noch immer ein Schnäppchen! Lediglich im langfristigen Vergleich mit den Niedrigpreisphasen von Anfang 2018 und 2017 sind die Preise momentan um 11,5% bzw. 9,6% höher.

     

    Zocker sollten Lieferzeiten im Auge behalten

    Wer gerne auf günstige Preise zum Heizölkauf spekuliert und bisher gut über den Winter gekommen ist, der hat alles richtig gemacht. Wer noch länger zockt sollte aber ein wenig kalkulieren, denn die günstigen Preise und die Winternachfrage sorgen für eine gute Auslastung bei den Fuhrparks, sodass sich auch die Lieferzeiten verlängern. Mit einer Bestellung macht man angesichts der bisherigen Preisentwicklung sicherlich nicht viel verkehrt, und wer gerne weiter zockt, sollte bei seiner Bestellung lieber einmal Lieferzeiten von mindestens 4 Wochen einkalkulieren.

     

    Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stehts auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Der normale Preisunterschied von Süden zu Norden liegt daher momentan bei ca. 8,20 Euro pro 100 Liter.

  • Spannungsfeld zwischen Preissenkungen und Steigerungen bleibt bestehen

    Die börsengehandelten Rohölpreise befinden sich schon seit geraumer Zeit in einem Spannungsfeld aus preissenkenden und preissteigernden Faktoren. Durchsetzen kann sich bisher keine dieser Tendenzen, so dass die Preise seit Wochen schon sehr volatil sind. Immer wieder gibt es Ausbrüche nach oben oder unten, die jedoch keinen nachhaltigen Einfluss haben, so dass sich die Kurse oft schon am selben Tag wieder ausgleichen. Auch heute früh starten die börsengehandelten Rohölpreise auf ähnlichem Niveau wie am Freitag.

     

    Markt schwankt zwischen Sorge um Weltwirtschaft und Produktionsrückgängen 

    Die Marktteilnehmer sind in Sorge wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA, der die sowieso schon trüben Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum noch trüber macht und die Preise belastet. Ein Treffen zwischen Donald Trump und seinem Amtskollegen Xi Jinping ist nun verschoben worden und man befürchtet, dass eine Einigung noch ziemlich weit entfernt ist. Ab dem 1. März will Washington die Strafzölle auf Güter mit einem jährlichen Importwert von 200 Milliarden Dollar von zehn auf 25 Prozent anheben.

     

    Gleichzeitig stützen die OPEC + Kürzungen die Preise und haben für eine relativ stabile Bodenbildung nach dem Preissturz vor dem Jahreswechsel gesorgt. Glaubt man den Aussagen des saudischen Ölministers Khalid al-Falih ist das volle Potenzial außerdem noch gar nicht ausgereizt. Hinzu kommen ungeplante Produktionsausfälle wie in Venezuela, deren weiterer Verlauf schwer abzusehen ist, da die politische Situation in dem südamerikanischen Land nach wie vor ungeklärt ist.

     

    Die Sanktionen aus Washington bergen durchaus die Gefahr von Preissteigerungen an den Ölbörsen, denn Venezuela, dessen Exporte bisher größtenteils in die USA gingen, muss sich nach alternativen Abnehmern umsehen. Ein Unterfangen, dass sich nicht ganz einfach gestaltet, denn viele Staaten stehen hinter dem Interimspräsidenten Juan Guaidó und wollen Druck auf den umstrittenen Machthaber Maduro ausüben.

     

    Die Sanktionen gegen Venezuela sind nicht die einzigen, die es aufmerksam zu beobachten gilt. Die Sonderregelungen für die Länder, die weiterhin Öl aus dem Iran importieren durften, laufen im Mai aus. Donald Trump hatte im letzten Jahr bekannt gegeben, dass man die Exportzahlen des Iran durch Sanktionen auf Null drücken wolle. Mit den Ausnahmeregeln waren die Auswirkungen dann aber relativ harmlos geblieben. Nun heißt es abwarten, ob die Ausnahmen weiterhin gewährt werden oder nicht.

     

    Libyens größtes Ölfeld immer noch nicht unter Kontrolle

    Auch Libyen kann seit Dezember nicht so viel Öl fördern wie geplant, da zwei der größten Ölfelder des bürgerkriegsgebeutelten Landes von bewaffneten Milizen besetzt sind. Letzte Woche hieß es, dass es dem im Osten des Landes regierenden General Khalifa Haftar gelungen sei, die Ölfelder kampflos unter seine Kontrolle zu bringen, doch scheint es sich dabei nur um Teile des Ölfeldes gehandelt zu haben.

     

    Der Vorsitzende der libyschen National Oil Company (NOC), Mustafa Sanalla, rief alle beteiligten Parteien dazu auf, eine Eskalation zu vermeiden, um das Personal oder die Infrastruktur des größten und wichtigsten Ölfeldes des Landes nicht zu gefährden. Der Betrieb könne nicht wieder gestartet werden, so lange die Sicherheit nicht wieder hergestellt sei, so Sanalla. Die Förderung Libyens ist durch die Ausfälle auf unter eine Millionen Barrel (à 159 Liter) gesunken.

     

    Ausblick

    Die volatilen Preise an den Ölbörsen machen sich auch im Inland bemerkbar und sorgen auch hier für Preisschwankungen. Heute könnte vor allem der recht schwache Euro, der in Dollar gehandeltes Rohöl im Euroraum teurer macht, für Preisaufschläge sorgen. So kosten 100 Liter Heizöl heute voraussichtlich +0,15 bis +0,35 Euro mehr als am Freitag morgen.

  • Handelsstreit zwischen USA und China dauert an – US Regierung plant NOPEC Gesetz

    Die Warnungen vor einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum und dem damit verbundenen Ölnachfragerückgang reißen nicht ab und belasten die Preise an den Ölbörsen. Faktoren wie der nahende Brexit oder auch der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China befeuern diese Sorgen zusätzlich. Eigentlich hatte man zuletzt gehofft, dass eine Annäherung zwischen Washington und China möglich wäre, doch nun scheint es, als würden die Verhandlungen wieder ins Stocken geraten.

     

    Kein Deal in Sicht

    Nach den letzten Gesprächen zwischen USA und China hatte man sich um versöhnliche Worte bemüht und in den  Marktteilnehmer war die Hoffnung aufgekeimt, dass ein Ende des Handelskrieges zwischen den beiden WIrtschaftsriesen möglich wäre. Trump hatte geplant, noch vor dem 1. März mit seinem Amtskollegen Xi Jinping zusammen zukommen um einen Deal auszuhandeln. Dieses Treffen scheint nun auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

     

    Ab dem 1. März hat Donald Trump neue US Strafzölle angedroht, die dann bei Waren mit einem Handelsvolumen von insgesamt 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent angehoben würden. Laut Larry Kudlow, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, hätten China und USA noch einen „langen Weg“ vor sich, bis ein Handelsabkommen geschlossen werden könne.

     

    Die Marktteilnehmer reagieren verunsichert, denn der Handelsstreit wirkt sich deutlich auf die Ölpreise aus. China ist bisher einer der stärksten Motoren für das Ölnachfragewachstum gewesen. Doch die Konjunkturdaten werden immer schlechter und mit den Strafzöllen sinkt die Wirtschaftskraft und somit auch die Nachfrage nach Öl.

     

    US Regierung will NOPEC Gesetz 

    In den USA hat man unter Präsident Donald Trump ein Gesetz gegen Öl Kartelle, das als NOPEC (No Oil Producing and Exporting Cartels Act) bekannt ist, weiter vorangetrieben. Die ähnliche Bezeichnung zu OPEC ist dabei kein Zufall, denn das Gesetz zielt vor allem auf den Einfluss dieses Kartells ab.

     

    In Anbetracht des aktuellen Bestrebens der OPEC eine formale und dauerhafte Partnerschaft mit Nicht-OPEC Ländern wie Russland einzugehen, hatte der juristische Ausschuss des Repräsentantenhauses einstimmig dem NOPEC Gesetzentwurf zugestimmt. Mit einem solchen Gesetzt wäre das US Justizministerium in der Lage, Mitgliedsländer der OPEC oder ähnlicher Organisationen zu verklagen.

     

    Mike Pompeo, Außenminister der USA, hat die Pläne der engeren Zusammenarbeit von OPEC und Russland gestern kritisiert. Vladimir Putin würde ein solches Abkommen lieben, aber unter Präsident Trump werde dies nicht kommen. Er sei sehr zuversichtlich, dass Putins Bemühungen scheitern würden, so Pompeo. Auch der US Senator Grassley drohte, dass das Öl Kartell und ihre Mitgliedsländer wissen müssen, dass man verpflichtet sei deren nicht wettbewerbliches Verhalten zu stoppen.

     

    Ausblick

    Das ständige Auf und Ab an den Ölbörsen ist auch an den Inlandspreisen zu spüren. So dürfte es heute wieder leichte Abschläge im Vergleich zu gestern geben und Verbraucher zahlen für 100 Liter voraussichtlich etwa -0,50 bis -0,60 Euro weniger.