HeizölNews – Futures-Services

  • Trump twittert – Preise steigen

    Einmal mehr zeigte sich gestern, wie unmittelbar ein Tweet des US-Präsidenten die Ölpreise beeinflussen kann. Donald Trump verkündete gestern über das soziale Netzwerk, dass man einem Deal mit China sehr nahe sei. Die wenigen Worte reichten aus um neue Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zu schüren und die Ölpreise schnellten in die Höhe. Mit ihnen steigen damit heute auch die Ölrpeise in Deutschland.

     

    Kommt der immerwährende Handelsstreit nun doch zu einem Ende?

    Seit fast zwei Jahren streiten sich die USA und China über Handelsfragen. Es geht unter anderem um amerikanische Agrarimporte und den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums. Die beiden Wirtschaftsriesen überziehen sich seitdem gegenseitig mit Strafzöllen in Milliardenhöhe.

     

    Im Klima der sich sowieso schon abkühlenden Konjunktur ächzt die Weltwirtschaft unter den Strafzöllen, bremsen sie doch das sowieso schon geringe Wirtschaftswachstum noch weiter aus. Die Ölpreise reagieren dadurch recht sensibel auf Neuigkeiten zum Handelsstreit, denn mit geringem Wirtschaftswachstum sinkt auch das Ölnachfragewachstum und die Preise sinken.

     

    Da die meisten Experten für das kommende Jahr auch noch mit einer Überversorgung an Rohöl rechnen, die die Preise zusätzlich belastet, kam Donald Trumps Tweet nun gerade recht, um die Marktteilnehmer in etwas positivere Stimmung zu versetzen. Der US-Präsident verkündete, man sei einem Deal sehr nahe und die Ölrpeise schossen sofort in die Höhe.

     

    Die Hoffnung beschränkt sich nicht nur auf die Finalisierung eines Deals sondern auch auf den Abbau der bestehenden Strafzölle. Am Wochenende sollten diese eigentlich in eine neue Runde gehen und chinesische Waren mit einem Importvolumen von 156 Mrd. Dollar treffen.

     

    Neuesten Meldungen zufolge könnte es aber heute schon zu einer Einigung kommen, die mit einer Rückführung der bestehenden Zölle um bis zu 50 Prozent einher gehen würde. Voraussetzung wäre, dass China in 2020 Agrarprodukte mit einem Gesamtwert von 50 Mrd. Dollar den USA bezöge, hieß es von der US-Regierung. Sollte dies tatsächlich so umgesetzt werden, dürfte das die Ölpreise ordentlich anschieben.

     

    Ausblick

    Verbraucher müssen heute mit relativ deutlichen Aufschlägen rechnen. 100 Liter kosten heute etwa +0,30 bis +0,45 Euro mehr als gestern morgen.

  • Benzin in Südwestdeutschland besonders günstig – Tanken in Hamburg und Bremen am teuersten

    München (ots)

    Autofahrer, die Benzin benötigen, tanken derzeit in Südwestdeutschland am günstigsten. Laut aktuellem Bundesländervergleich kostet ein Liter Super E10 in Rheinland-Pfalz und im Saarland durchschnittlich 1,377 Euro, das sind 4,6 Cent weniger als in Hamburg, wo man im Mittel 1,423 Euro bezahlen muss.

    Etwas anders zeigt sich das Bild bei Diesel: Mit durchschnittlich 1,261 Euro je Liter ist Sachsen am preiswertesten. Schlusslicht ist auch beim Diesel Hamburg, wo der Liter im Mittel 1,296 Euro, und damit 3,5 Cent mehr als in Sachsen kostet.

    Was besonders auffällt: Am teuersten sind beide Kraftstoffsorten in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen – hier kann man üblicherweise eher günstig tanken. Noch im August waren Benzin und Diesel in Bremen deutschlandweit am preiswertesten.

    In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Dienstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Kommunikation
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle:

    presseportal.de

  • OPEC-Nachfrageprognose und neue Bestandsdaten aus den USA lassen die Preise fallen

    Die Organistation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte gestern ihren Monatsbericht veröffentlicht. Kaum verändert zum Vormonat soll die Ölnachfrageprognosen für 2020 bei ca. +1,08 Mio Barrel pro Tag (ein Barrel = 159 Liter) zulegen. Dagegen steht ein prognostizierter Förderzuwachs der Nicht-OPEC-Länder von +2,17 Mio Barrel pro Tag, was alleine hier schon eine deutliche Differenz aufzeigt. Und hier ist nur vom Förderzuwachs der Nicht-Mitglieder die Rede. Im Umkehrschluss müsste die OPEC selbst also immer mehr Ölförderungen zurückhalten, um den Preis stabil zu halten, wohingegen die Ölförderer außerhalb der OPEC ihre Quoten munter in die Höhe treiben.

     

    US-Ölbestandsdaten weiter gestiegen

    Auch die Bestandsdaten aus den USA, die gestern vom „US-Department of Energie“ (DOE) veröffentlicht wurden, wirkten belastend auf die Preise. Trotz einer gesunkenen Raffinerieauslastung in den Vereinigten Staaten konnten die Rohölbestände in der vergangenen Woche zunehmen. Vor allem die Bestände der Ölprodukte wie Benzin konnten deutlich an Masse gewinnen.

     

    Insgesamt konnte hier ein Gesamtbestandszuwachs von 17,3 Mio Barrel festgemacht werden. Gleichzeitig wurde in diesem Bericht deutlich, dass die Nachfrage merklich einbrach und zwar um -2,73 %, wodurch diese Werte eine Preissenkung auslösten. Das Energieministerium der USA (EIA) ließ verlauten, dass es damit rechne, dass die USA im kommenden Jahr mehr Energie exportieren als aus dem Ausland importieren werde. Damit könnte es wohl zu einer Konfliktsituation mit der OPEC kommen. Das Kartell möchte mit ihren Maßnahmen die Preise eigentlich in Schacht halten. Wenn aber aus den übrigen Ländern so viel mehr gefördert wird, müsste das Kartell theoretisch noch mehr Produktionen kürzen, was wiederum Einbußen für die einzelnen Staaten bedeuten würde.

     

    OPEC sieht Unsicherheit beim Ölangebotswachstum

    Nicht nur die USA bereitet der OPEC Bauchschmerzen, auch Brasilien und Kanada und vermutlich ab 2020 auch Norwegen werden ihre Produktionen nach oben treiben, was der OPEC alles andere als in die Karten spiele. Mittlerweile gibt es einfach mehr Staaten, die große Mengen an Rohöl fördern, die nicht OPEC-Mitglieder sind. Dadurch wird es immer schwieriger für das Kartell die Preise wirklich zu kontrollieren.

     

    Ausblick 

    Wir blicken heute vermutlich auf fallende Preise von -0,50 bis -0,70 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.

  • Spritpreise sinken weiter – Höhere Rohölnotierungen zeigen noch keine Wirkung

    München (ots)

    Autofahrer können im Bundesdurchschnitt erneut preiswerter als in der Vorwoche tanken. Laut aktueller Auswertung des ADAC verbilligte sich ein Liter Super E10 im Bundesmittel um 0,6 Cent auf 1,375 Euro. Diesel kostet je Liter durchschnittlich 1,254 Euro, das sind 0,2 Cent weniger als noch vor einer Woche. Gleichzeitig sinkt die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten auf nur noch 12,1 Cent.

    Damit zeigt der Anstieg der Rohölpreise noch keine Wirkung an den Tankstellen. Die Notierungen für ein Barrel der Sorte Brent liegen aktuell bei rund 64 Dollar, das sind drei Dollar mehr als in der Vorwoche.

    Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

    Pressekontakt:

    ADAC Kommunikation
    T +49 89 76 76 54 95
    aktuell@adac.de

     

    Quelle:

    presseportal.de

  • Ölpreise geben mit Ölbestandsdaten aus den USA leicht nach

    Nachdem die OPEC und ihre Partner Ende letzter Woche eine Verschärfung der Produktionskürzungen angekündigt hatten, waren die Ölpreise zunächst leicht nach oben gegangen. Doch gestern gaben die Ölbestandsdaten aus den USA einen ganz anderen Impuls und der Trend ging wieder etwas nach unten.

     

    Rohölbestände in den USA gestiegen

    Experten rechnen für das neue Jahr schon länger mit einer Überversorgung, da die Ölproduktion aus Nicht-OPEC-Ländern steigend erwartet wird. Die US-Schieferölproduktion, die schon seit längerem boomt, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

     

    Der gestern veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum scheint nun dieses Szenario zu bestätigen, denn die Daten zeigen, dass die Rohölbestände des Landes um 1,4 Mio. Barrel (à 159 Liter) zugenommen haben. Erwartet hatte man für die Berichtswoche einen Rückgang von 2,8 Mio. Barrel.

     

    Die Meldung reichte aus, um die börsengehandelten Rohölpreise gestern Abend von ihren Tageshochs zurückzuholen. Allerdings steht heute Nachmittag ein weiterer Bericht auf der Agenda der Marktteilnehmer, denn das Amerikanische Energieministerium (DOE) veröffentlicht ebenfalls wöchentliche Bestandsdaten. Diese sind detaillierter als die des API und somit oft noch aussagekräftiger.

     

    Je nachdem, ob sich das DOE dem API anschließt, dürfte heute am späteren Nachmittag nochmal Bewegung in die Ölpreise kommen. Die Heizölpreise im Bundesgebiet liegen momentan nur gering über dem Niveau von Freitag Vormittag.

     

    Ausblick

    Die Preiserhöhungen des gestrigen Tagesverlaufes sind heute fast vollständig wieder passé, so dass Verbraucher im Vergleich zu Freitag Vormittag nur geringe Aufschläge zahlen müssen. 100 Liter kosten etwa +0,05 bis +0,20 Euro mehr als gestern.

  • OPEC-Deal steht und fällt mit Saudi-Arabien – Handelsstreit steht kurz vor neuen Zöllen

    Analysten nehmen den OPEC-Deal näher unter die Lupe und zeigen sich zunehmend skeptisch. Zwar hat das Kartell mit den Nicht-OPEC-Ländern mehr Öl als erwartet vom Markt genommen, dennoch stellt sich die Frage, ob dies ausreichend ist. Die Maßnahme, die weitere 0,5 Mio Barrel Öl pro Tag vom Markt nimmt soll zunächst einmal bis März gelten – saisonal bedingt ist dieser Zeitraum mit einer recht schwachen Nachfrage belegt. Es ist also dennoch mit einer leichten Überversorgung zu rechnen, selbst wenn sich alle Partner an die Vorgaben halten. Wo wir beim nächsten Thema wären.

     

    Saudi-Arabien verknüpft Kürzungen mit einer Drohung

    Die strikte Einhaltung der Produktionskürzungen will Saudi-Arabien mit einer Drohung sicherstellen: Das Land wird weiterhin 0,4 Mio Barrel pro Tag zusätzlich vom Markt nehmen, wenn dafür die übrigen Länder ihre Vorgaben verlässlich einhalten. Sollte dies nicht der Fall sein könnte Saudi-Arabien die Förderung deutlich steigern, was vermutlich aber auch das Ende des gesamten Deals wäre.

     

    Neue US-Strafzölle in Sicht

    Nach wie vor gibt es keine Neuigkeiten in Bezug auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, wodurch man mit den angekündigten neuen Zöllen von Seiten der USA am 15. Dezember rechnet. Auch wenn laut US-Landwirtschaftsminister Perude Donald Trump diese Zölle nicht umsetzen will, müsste sich China dafür entgegen bewegen. So richtig erwartet keiner etwas, war in der Vergangenheit doch oft schon von einem Deal, der kurz vor dem Abschluss stünde die Rede und letztlich war er dann doch immer wieder gescheitert.

     

    Die Themen, mit denen sich der Markt beschäftigt sind also weitgehend die gleichen geblieben. Der Fokus hat sich ein wenig verlagert, aber der Zusammenhang blieb der gleiche.

     

    Ausblick 

    In Anbetracht der oben genannten Themen und Unsicherheiten am Markt, rechnen wir heute mit einem Preisnachlass von -0,15 bis -0,25 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.

     

    Foto: Ronald Zak – Picture-Alliance

  • OPEC kürzt Ölproduktion – Preise gehen nach oben

    Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC ) hat am Freitag über die Zukunft ihrer Produktionsbeschränkungen beschlossen. Diese werden im neuen Jahr sogar verschärft und vor allem Saudi-Arabien will auch weiterhin deutlich unter seiner Quote bleiben. Die Ölpreise machten daraufhin zum Wochenende einen deutlichen Satz nach oben.

     

    OPEC beschließt niedrigere Förderquoten

    Dass das Kartell wohl an den bestehenden Produktionskürzungen festhalten würde, kam für die Markteilnehmer am Freitag nicht überraschend. Deshalb blieb die Mitteilung, man wolle die Quote von bisher 1,2 Mio. Barrel am Tag (à 159 Liter) auf 0,7 Mio. Barrel täglich senken, zunächst ohne große Wirkung.

     

    Die Maßnahme soll bis März 2020 gelten, dann wird es noch vor der Vollversammlung im nächsten Sommer ein außerordentliches Treffen geben. Wie schon beim letzten Mal gelten für die verschiedenen Länder auch unterschiedliche Förderquoten. Saudi-Arabien wird auch dieses Mal die stärksten Beschränkungen abbekommen. Allerdings hatte das Königreich in den letzten Monaten sowieso schon fast durchgehend deutlich unter den auferlegten Quoten produziert.

     

    Saudi-Arabien will sogar noch stärker kürzen

    Der größte Paukenschlag war deshalb am Freitag auch die Ansage aus Riad, dass man weiterhin deutlich weniger fördern wolle als es die neuen Quoten zulassen, um den Ölpreis zu stabilisieren. Allerdings, so machte der saudische Ölminister klar, wolle man nicht weiterhin den Löwenanteil übernehmen damit andere Länder ihre freiwillige Verpflichtung ignorieren könnten.

     

    Man wolle den Partnern zwei  Monate Zeit geben, um sich an die Vereinbarungen zu halten und dann neu entscheiden. In der Vergangenheit hatte Saudi-Arabien die Kürzungen teilweise fast alleine geschultert, während Länder wie der Irak oder Nigeria ihre Förderung sogar gesteigert hatten.

     

    Mit der Ankündigung aus Saudi-Arabien, auch weiterhin stärker als nötig zu kürzen, machten die Ölpreise am Freitag nachmittag einen deutlichen Satz nach oben. Zwar konnte sich daraus kein dauerhafter Trend entwickeln und die börsengehandelten Rohölpreise gaben noch am Abend einige der Gewinne wieder ab, doch startet die neue Woche heute dennoch auf höheren Preisniveaus.

     

    Ausblick

    Die Preissteigerungen an der Börse haben auch die Inlandspreise für Heizöl nach oben katapultiert. Verbraucher müssen deshalb heute mit Aufschlägen von etwa +0,30 bis +0,50 Euro pro 100 Liter rechnen.

  • OPEC-Beschluss wiegt sich kaum auf die Preise aus – Handelsgespräche könnten neuen Impuls geben

    Mit großen erwartungsvollen Augen blickte der Markt gestern nach Wien zur halbjährlichen Vollversammlung der OPEC. Viel bewirkt haben die Beschlüsse an den Börsen bisher nicht. Was wurde beschlossen? Das Ölkartell hat vereinbart die Produktionskürzungen um weitere 500.000 Barrel (159 Liter) pro Tag (=B/T) zu kürzen. Obwohl damit die vorhandenen Kürzungen verschärft wurden, hatte das gestern keine größeren Auswirkungen auf die Ölpreise. Das liegt auf der einen Seite daran, dass die vor zwei Jahren vereinbarten Kürzungen von 1,2 Mio. B/T in den vergangenen Monaten nicht wirklich eingehalten wurden, damit sei auch dieses mal fraglich in wie weit sich die Ölproduzenten daran halten.

     

    OPEC-Kürzungen und ihre Einhaltung

    Auf der anderen Seite wird die Bemessung der russischen Ölproduktion nun anders berechnet: Die Förderung von Gaskondensat wird nicht mehr mit einbezogen, was Russland erheblich mehr Spielraum gibt und damit kaum eine Veränderung für das Land nötig ist. Abgesehen von diesen beiden Faktoren sollen die neuen Vorgaben erst einmal nur bis März 2020 gelten. Je nachdem wie strikt sich an diese Vorgaben gehalten wird, wird danach über eine Verlängerung nachgedacht. Nicht vergessen werden darf, dass zwar die OPEC und Russland diesen Beschluss schon gefasst haben, heute müssen aber noch die restlichen Mitglieder der OPEC+ Gruppe zustimmen.

     

    Der Markt sieht diese Beschlüsse also nun recht neutral, wurden doch keine Lösungen vorgestellt, wie man die Einhaltungsquote des Iraks und Nigerias verbessert. Somit erwartet man zunächst einmal wenig von den neuen Beschlüssen – lässt sich natürlich aber gern eines anderen Belehren.

     

    Handelsgespräche nächster Impulsgeber für Preise

    Man hofft nun also auf neue Meldungen in Bezug auf die Handelsgespräche – diese könnten die Preise deutlich beeinflussen. Jedoch wahrscheinlich erst wenn ein wirklicher Beschluss bekanntgegeben wird. Vorher ist nicht wirklich mit einer deutlichen Preisanpassung zu rechnen, denn derzeit wechseln sich positive und negative Meldungen regelmäßig ab, was dazu führte dass Marktteilnehmer kaum noch auf Meldungen reagieren.

     

    Ausblick 

    Eine leichte Preissteigerung von +0,10 bis +0,30 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern vormittag ist heute wohl zu verzeichnen.

  • Preise bewegen sich seitwärts – letzter großer Anstieg im September

    Kurz vor Ende der OPEC-Verhandlungen schauen wir noch einmal auf den Jahresverlauf der Heizölpreise. In der Jahresentwicklung zeigt sich, dass wir aktuell auf einen Recht guten Preis blicken können. „Gut“ im Sinne von, er ist niedriger als vor einer Woche, einem Monat, drei Monaten und vor einem Jahr. Nur an das Niveau von vor zwei Jahren werden wir so schnell nicht mehr ran kommen. Die Trendbox zeigt diese Entwicklung recht deutlich.

    Seit Mitte September kann man von einer Seitwärtsbewegung sprechen. Nach einigem Auf und Ab bleiben die Preise dennoch ungefähr ähnlich. Der nächste Auslöser könnte jetzt eine Entscheidung der OPEC werden. Heute und morgen findet das große Meeting in Wien statt. Sollten hier stärkere Produktionskürzungen beschlossen werden, könnte dies einen Preisaufschwung mit sich bringen. Gerade Saudi-Arabien hat großes Interesse an einem starken Ölpreis, soll die staatliche Saudi-Aramco doch mit großem Wert an der Börse starten.

    Der letzte große Preisanstieg wurde durch die Anschläge auf saudische Ölanlagen Mitte September ausgelöst. Fast genauso schnell wie damals die Preise anstiegen, fielen sie auch wieder. Saudi-Arabien konnte die fehlenden Mengen recht schnell auffangen. Nun sei abzuwarten, in wie weit die OPEC den Preis bestimmen kann. Einen so steilen Anstieg wie den den die Anschläge auslösten, ist wohl nicht zu erwarten. Dennoch könnte eine Anhebung stattfinden. Sollte es nur bei einer Beibehaltung der Kürzungen bleiben, ist fraglich in wie weit das noch eingepreist werden kann, geht der Markt doch schon längere Zeit davon aus.

     

    Betrachtet man den Jahresvergleich im Titelbild, ist deutlich zu erkennen, dass sich die Preise zwar nach wie vor über denen von vor 2 Jahren bewegen, dennoch nähern sie sich immer weiter an. Lag die Preisspanne im Frühling diesen Jahres noch bei knappen 20 Euro, ist sie mittlerweile auf nur noch ca. 5,50 Euro pro 100 Liter Heizöl geschrumpft. Natürlich sind das alles nur Durchschnittspreise, was aber einen ganz guten Überblick über die Marktsituation gibt.

     

    Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 2,49 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 04.12.2019

     

  • Gespanntes Warten auf OPEC-Beschlüsse – Handelsgespräche gehen weiter

    Alles schaut heute und morgen zum OPEC-Meeting nach Wien. Das Öl-Kartell hat es sich zum Ziel gesetzt, die Weltmarktpreise für Erdöl mit einer knappen Förderung hochzuhalten. Wie dies umgesetzt werden soll bleibt abzuwarten, gingen die Meldungen in den letzten Tagen doch hin und her. Der irakische Ölminister hatte Anfang der Woche neue zusätzliche Kürzungen in die Runde geworfen, wobei er mittlerweile wieder zurückruderte. Man hatte seine Forderungen ohnehin nicht wirklich ernst genommen, hatte sich der Irak in der Vergangenheit nicht wirklich an die bestehenden Kürzungen gehalten.

     

    OPEC-Meeting wirft Schatten voraus

    Der irakische Ölminister ließ jetzt also verlauten, dass er die Verlängerung der derzeitigen Maßnahmen um neun Monate befürworte. Einen Preisrutsch löste diese Meldung bei weitem nicht aus, hatte der Markt seine vorherige Aussage eh nicht sonderlich ernst genommen. Gleichzeitig drohte Saudi-Arabien gestern damit die eigene Produktion wieder hochzufahren, sollten sich die anderen Mitgliedstaaten nicht strikter an die Abmachungen halten. Ob es dazu kommen könnte bleibt auch fraglich, liegt Saudi-Arabien doch viel an einem starken Ölpreis, will man dem staatlichen Ölkonzern Saudi-Aramco einen möglichst hohen Börsengang ermöglichen.

     

    Der Markt wartet also gespannt auf die Entscheidungen der OPEC Mitglieder. Am gestrigen Nachmittag wurden die aktuellen Bestandsdaten der USA veröffentlicht. Jahreszeitlich bedingt ist die Raffinerieauslastung derzeit höher, damit ist logischerweise zeitgleich ein Anstieg der Rohölnachfrage der Raffinerien zu verzeichnen.

     

    Handelsgespräche gehen weiter

    Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag verlauten ließ, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er jetzt am Mittwoch, die Gespräche verliefen „sehr gut“. Weiter hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Eine Unterzeichnung eines Teilabkommens noch vor Jahresende könnte den Ölfutures noch einmal deutlichen Schub geben. Die Sorgen in Sachen Wirtschaftswachstum und Ölnachfrage würden deutlich nachlassen.

     

    Ausblick 

    Wir rechnen aktuell mit einer leichten Preissteigerung von +0,40 bis +0,60 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.